Hassendorf: „Grüne Liste“ umfasst acht Kandidaten

Transparenz im Blick

Mit Holger Schloen (von links), Laura Schons, Thomas Hopp, Hans-Uwe Franke, Heike Stäcker, Thorben Müller-Stöver, Claas Rechten und Helga Busch stehen schon acht Kandidaten auf der "Grünen Liste" für den Hassendorfer Rat. Foto: Antje Holsten-Körner
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Hassendorf. Elf Sitze werden im September bei der Kommunalwahl für den Hassendorfer Gemeinderat vergeben. Obwohl bis zur Wahl noch viel Wasser die Wümme herunterfließt, können die „Grünen“ schon jetzt acht Kandidaten ins Rennen schicken.

„Wir haben uns von der Reeßumer Idee leiten lassen, parteiübergreifend Kommunalpolitik zu gestalten“, sagt Heike Stäcker, die seit einem Jahr in Hassendorf wohnt und zuvor für „Bündnis 90/Die Grünen“ im Sottrumer Gemeinderat und im Samtgemeinderat aktiv war. Und weiter: „Über die ‚Grüne Liste‘ können Bürgerinnen und Bürger vor Ort Ideen entwickeln und umsetzen.“ Besonders Transparenz, Offenheit und Bürgerbeteiligung sind der 63-jährigen Kommunikationsmanagerin wichtig für die gemeinsame Arbeit im Rat.

Zu den Bewerbern zählt Holger Schloen, der vor rund 20 Jahren schon einmal eine Legislaturperiode im Hassendorfer Gemeinderat – damals auf der Liste der SPD – aktiv war. „Ich finde es wichtig, dass die Leute wieder Lust haben, zu Ratssitzungen zu gehen“, hebt der Flugzeugkonstrukteur hervor, der fest im Dorf verwurzelt ist. Der 52-Jährige sieht, dass „Hassendorf enormes Potenzial hat und wir es schaffen können, bei nachhaltigen Projekten an einem Strang zu ziehen“. Auch Transparenz steht ganz oben auf der Agenda von Schloen.

„Mit Parteien nicht viel am Hut“ hat Hans-Uwe Franke. Daher ist es in seinem Sinn, dass bei der „Grünen Liste“ das Parteibuch im Hintergrund bleibt. Sein Hauptthema ist die Erdverkabelung der Stromtrasse Stade-Landesbergen. „Die ‚Grünen‘ haben im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass das Thema publik geworden ist“, erinnert Franke.

Schon in der Vergangenheit besuchte Thomas Hopp (62) regelmäßig die Sitzungen des Hassendorfer Rates: „Ich wünsche mir, dass mehr Mitbürger bei den Sitzungen sind. Aber es muss sich auch lohnen.“ Außerdem stellt Hopp den Ausbau von Breitband und Glasfaser in den Mittelpunkt.

Für ein „familienfreundliches Hassendorf mit einer guten Lebensqualität“ möchte sich Laura Schons, die als Pflegewissenschaftlerin in Sottrum arbeitet, einsetzen. Auch bei der 27-Jährigen stehen Glasfaser, Stromtrasse und „die bisher nicht gegebene Transparenz“ auf der Liste.

Transparenz ist ebenfalls für Claas Rechten (25) ein Grund für die Kandidatur. „Ich war im vergangenen Jahr als Stellvertreter der Dorfjugend bei einer Ratssitzung. Dabei habe ich festgestellt, wie interessant es ist, aber auch, wie wenig man mitbekommt“, so Rechten. Das „beste für das Dorf erreichen“ möchte Thorben Müller-Stöver. Dazu gehört für den 22-jährigen Landwirt eine Stärkung des Zusammenhalts der Einwohner – auch zwischen Landwirten und Nicht-Landwirten.

Als einzige der Kandidaten ist derzeit Helga Busch im Rat. „Ich bin dabei, weil ich mich für eine offene, durchschaubare Ratsarbeit einsetzen will“, erklärt die 77-Jährige. Dabei ist ihr der bisher eingesetzte nichtöffentliche Verwaltungsausschuss ein Dorn im Auge. Auch wenn das Motto „Weil es ein ‚Weiter so‘ nicht geben kann“ lautet: „Es war nicht alles schlecht. Es ist wichtig, auch auf erfahrene Leute zu hören“, fasst Holger Schloen zusammen. Auch wenn derzeit keiner der Bewerber mit dem Gedanken spielt, sich für den Posten als Bürgermeister oder Stellvertreter aufstellen zu lassen (Hans-Uwe Franke: „Keiner ist heiß auf den Bürgermeister-Posten“), vermutet Schloen: „Wenn das Votum eindeutig ist, wird sich sicherlich keiner davor drücken.“ In den kommenden Wochen werden die „Bündnis 90/Die Grünen“ weiter Werbung für ihre Bürgerliste machen. „Gerne möchten wir noch weitere Mitstreiter gewinnen“, sagt Frontfrau Heike Stäcker, die als einzige der Kandidaten Mitglied in der Partei ist.

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