Gut besucht und erfolgreich: Schleppjagd des RV Sottrum

Die Mischung macht’s

Bei bestem Wetter zogen die Teilnehmer der Schleppjagd mit ihren Pferden über die Felder.
 ©Henning Leeske

Bötersen (hl). Über Stock und Stein ging es bei der Schleppjagd des Reitvereins Sottrum. Sammelpunkt und Start für die Meute Jagdhunde mit ihren Reitern war beim Gasthaus Hoops in Bötersen. Zuvor hatten die zehn Anhänger mit den Zuschauern nach der Hubertusmesse ihre Position in Richtung Jeerhof eingenommen, um die erste Linie zu verfolgen.

Dabei legen zwei Reiter die Schleppe, also die Fährte für die Meute, und reiten vorab die bereits geplante Linie ab. Währenddessen tröpfelt aus einem Kanister die geruchsintensive Lösung. „Jede Meute hat ihre eigene Mischung, die sie am besten verfolgen kann“, erklärt Friedel Lossau, Vorsitzender des Reitvereins.

So hatte die Meute mit 26 Böhmer Harrier Hunden vom Master Thorsten Mönchmeyer kein Problem die Linie bis nach Jeerhof und weiter zur Reitsportanlage in Höperhöfen zu verfolgen. Dort angelangt gab es für Ross und Reiter die wohlverdiente Ruhepause und Stärkung. Die vielen freiwilligen Helfer unter der Leitung von Sabine Mahnke versorgten auch die mehr als 300 Zuschauer.

Über die Sandkuhlen in Höperhöfen ritten die 25 Reiter zurück nach Bötersen, wo alle Teilnehmer mit einem deftigen Gulasch versorgt wurden. Parallel gab es die Jagdkritik.

Außerdem war noch Zeit für Ehrungen: Uwe Stührmann aus Elstorf erhielt eine Ehrennadel des Reitvereins Sottrum für die jahrzehntelange Teilnahme an den Jagden des Vereins. Der Schleppenleger Bernd Rubarth erhielt genauso wie der Anführer des ersten springenden Feldes Alexander Pusch einen gläsernen Böhmer Harrier Hund.

„In diesem Jahr hatten wir schon ein etwas schwereres Geläuf durch das tagelange Regenwetter, aber vorher hatten wir extra die Strecke abreiten lassen, um das Gelände zu überprüfen. Deswegen sind wir mit der Teilnehmerzahl und den vielen Zuschauern sehr zufrieden“, resümierte Lossau. Glücklicherweise habe sich auch nur ein Pferd am Strahl durch einen Stein leicht verletzt und konnte nach kurzer Behandlung durch den Veterinär die Jagd sogar zu Ende reiten.

Großer Dank des ganzen Vereins galt den zahlreichen Helfern ohne die ein derartiges Traditionsevent nicht möglich wäre. Lossau nannte diesbezüglich stellvertretend für die einzelnen Teams Stefan Krause für die Logistik und Gerd Vogelsang für die Verkehrssicherung. Für die musikalische Begleitung sorgten die Bläsergruppen „Gute Jagd Bielefeld“ und „Waidmannsheil Sottrum“ von Hegering Sottrum. Nach den gut zehn Kilometern Schleppjagd ließen alle Teilnehmer den Tag gemütlich im Gasthaus Hoops ausklingen.

„Das Schönste war für mich, dass alle, Pferde und Reiter, wieder heil und gesund nach Hause fahren konnten“, fasst Lossau zusammen.

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