Gemeinde Sottrum gibt Beteiligung an Gigabitstrategie grünes Licht -VON NINA BAUCKE

Aus für die „grauen Flecken“

Mit Unterstützung des Landkreises sollen 1u200a800 Haushalte in der Gemeinde Sottrum an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Foto: Baucke
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Sottrum – Die Gemeinde Sottrum will sich an der Gigabitstrategie des Landkreises Rotenburg beteiligen. Das machte zumindest der Ausschuss für Klima, Bau, Planung und Wirtschaft am Montagabend bei seiner Sitzung einstimmig deutlich: Sie legten damit das Projekt, auch in Sottrum und seinen Ortsteilen mit Breitbandanschlüssen zu versorgen, in Sachen Abwicklung in die Hände des Landkreises, die Koordination wiederum übernimmt die Samtgemeinde. Damit folgten die Mitglieder des Gremiums einem Appell von Gemeindedirektor Holger Bahrenburg.

„Vor dem Hintergrund, dass der Landkreis Rotenburg bereits in den kommenden Wochen mit der Ausschreibung beginnen möchte, sollten diese Angebote vom Landkreis und der Samtgemeinde unbedingt angenommen werden“, hatte Bahrenburg vor der Abstimmung klar gemacht. „Der Landkreis hat sich da schon mit dem Unternehmen Glasfaser Nordwest abgestimmt, von daher wäre es gut, wenn wir da als Samtgemeinde eine Absichtserklärung abgeben können.

Konkret geht es darum, auch die „grauen Flecken“, also Grundstücke in Ortslage, die bislang eine Bandbreite von 30 Mbit/s haben, mit 100 Mbit/s zu versorgen. Der Landkreis bietet an, die Abwicklung zu organisieren, umzusetzen und abzurechnen. Im Gegenzug sichern die Gemeinden zu, keine anderweitigen Fördermittel einzuwerben. In der Gemeinde Sottrum geht es um rund 1 800 Haushalte. „Am Ende soll jede Wohnung – mit Ausnahme der Wochenendgebäude – erschlossen sein“, sagte Bahrenburg. Die Kosten, die samtgemeindeweit 3 100 Gebäude anzuschließen, liegen bei knapp 17 Millionen Euro, davon übernehmen Bund und Land 12,5 Millionen Euro, der Landkreis beteiligt sich mit weiteren rund 2,25 Millionen Euro. Die verbleibenden 2,25 Millionen Euro trägt die Samtgemeinde beziehungsweise die Mitgliedsgemeinden. „Der Verteilungsschlüssel kann zu einem späteren Zeitpunkt noch beschlossen werden“, zitierte Bahrenburg die Vorlage. „Grundsätzlich ist aber zu erwarten, dass dies die Samtgemeindeumlage werden wird.“

Er begrüße auf jeden Fall, dass das jetzt angeschoben werde, freute sich Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). „Auch, das von der Samtgemeinde koordinieren zu lassen, ist der richtige Weg.“ Seiner Meinung war auch Hans-Jürgen Brandt (SPD). „Wir unterstützen das ausdrücklich, denn es zeigt sich, wie wichtig der Glasfaserausbau ist.“ Beide mahnten zudem, Stuckenborstel bei der Versorgung nicht hintenüber fallen zu lassen. Dort wird nämlich die Versorgung nach bisherigen Plänen noch etwas auf sich warten lassen, erst nach 2023 wird sich dort etwas tun. „Wann es wo losgeht und wie der Ablauf ist: Darauf haben wir keinen Einfluss“, sagte Eckhardt Behrens, Abteilungsleiter des Bereichs Bauen, Klimaschutz und Umwelt bei der Samtgemeinde.

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