Feier Badeintritt für junge und ein Plan für ältere Brandschützer

„Eine Revolution“

Tragkraftspritzenfahrzeug und neue Halle: Investitionen wie die bei den Clüversborsteler Brandschützern regelt künftig die Feuerwehrplanung.
 ©Antje Holsten-Körner (Archiv)

Sottrum (as). Live-Ticker aus der Sottrumer Ratssitzung: eher eine Seltenheit. Das hielt die Feuerwehr Stuckenborstel nicht davon ab, die Kameraden über Facebook auf dem Laufenden zu halten. Grund dafür ist, dass die Brandschützer weitreichende Entscheidungen erlebten, die ihnen unter anderem die Jugendarbeit etwas erleichtern dürfte.

Schwerster Brocken war die Feuerwehrplanung 2025. Nachdem der Fachausschuss im Vorfeld tiefgehend diskutiert hatte, hielten sich die Ratsmitglieder nun aber mit Wortbeiträgen entsprechend zurück. Zu den wenigen Rednern gehörte Ratsvorsitzender Julian Loh (CDU), der sich während der Einführung in den Tagesordnungspunkt nicht davor scheute, seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. „Mit der Feuerwehrplanung erleben wir eine Revolution. Wir sind in Feuerwehrangelegenheiten dabei, in eine neue Ära aufzubrechen“, formulierte er. Grund für seine überschwängliche Freude sah er darin, dass die Planung auf Langfristigkeit ausgerichtet sei und ermögliche, die Arbeit der Wehren zu professionalisieren.

„Wir haben da ein super Ergebnis und sollten das so beschließen“, befand Wolfgang Harling (SPD), und auch Hans-Jürgen Krahn (CDU) ging dort mit. Bei 2,5 Millionen Euro Investitionen für einen Zeitraum von fünf Jahren ließ die Begeisterung des Sozialdemokraten aber nach: „Ob wir das immer so schaffen, ist die Frage. Andererseits ist auch klar, dass wir kaum auf etwas verzichten können“, fasste er den Zwiespalt zusammen. Die Grünen erinnerten daran, dass es aus ihrer Sicht Nachbesserungsbedarf bei Standortfragen gegeben habe. Trotzdem signalisierte schließlich auch Stefan Heinrich für seine Fraktion Zustimmung. Bevor der Rat geschlossen für die Anpassung des Feuerwehrkonzepts votierte, hatte Klaus Dreyer (SPD) den Wunsch formuliert, die Gemeinden und die Samtgemeinde mögen ihre Wehren bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen – „zumindest moralisch und schriftlich“. Da gingen die Beschlüsse, die der Rat daraufhin fasste, tatsächlich noch ein Stück weiter. So haben von nun an aktive Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde Sottrum sowie deren Betreuer freien Eintritt zum örtlichen Schwimmbad. Darüber hinaus darf die gleiche Personengruppe in der Samtgemeindebücherei Medien und Bücher kostenlos ausleihen. „Wir wollen, dass die Feuerwehr sich zu anderen Institutionen in der Samtgemeinde abgrenzen kann und ihr somit die Möglichkeit geben, Jugendliche leichter an sich zu binden“, erläuterte Krahn zum Antrag der Christdemokraten. Seine Ratskollegen sahen das in beiden Fällen genauso und votierten einstimmig für Befreiung von den Gebühren. Als größeres Sahnehäubchen gab es für die Samtgemeinde noch eine Spende in Höhe von 10.000 Euro. Die Bremer Firma Bergfeld Transporte stellt Sottrum das Geld zur Verfügung – unter der Bedingung, dass die Summe den Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum zugutekommt. Einigkeit herrschte bei den Ratsmitgliedern auch bei der Annahme dieses Geschenks.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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