Eine Schüler-Kampagne der BBS Rotenburg mit der Bäckerei Holste

Regionalität und Landwirtschaft

Jörn Holste (von links) und die Projektgruppe der Fachschule Agrarwirtschaft der BBS Rotenburg: Celina Müller, Fynn-Ole Behnken, Timon Kracke und Julius True.
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Sottrum/Rotenburg (r/as). Obst und Gemüse zählen zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung gehören mindestens fünf Portionen am Tag zu einer ausgewogenen Ernährung. Ein Blick in den Supermarkt zeigt die Vielfalt an Sorten: Tomaten aus Marokko, Paprika aus Holland, Äpfel aus Italien, Spargel aus Peru, Wassermelone aus Costa Rica.

Heimische Landwirtschaft liefert saisonales Gemüse und Obst, Getreide, Fleisch, Milch und vieles mehr. Durch die große Auswahl an Importware verliert das regionale Angebot manchmal an Attraktivität. Die Schüler der Fachschule Agrarwirtschaft der BBS Rotenburg wollten dem entgegenwirken. Celina Müller, Schülerin an der BBS Rotenburg: „Im Rahmen des Politik-Unterrichtes behandeln wir das Thema ,Image in der Landwirtschaft mit der Kernfrage, wie man dieses verbessern kann.“ Mit ihren Klassenkameraden entscheidet sie sich für den Projekt-Schwerpunkt „Regionale Landwirtschaft“. „Wir sind der Meinung, dass wir mehr Menschen erreichen und sensibilisieren können, auf regionalen Produkte Wert zu legen. Wir produzieren in Deutschland auf einem sehr hohen Standard höchstqualitative Lebensmittel“, ergänzt Müller stolz ihre Beweggründe.

Bei der Recherche zu Regionalität stieß die Projektgruppe auf die Bäckerei Holste und fragte dort nach der Möglichkeit einer gemeinsamen Aktion. „Wir waren gleich begeistert. Regionalität ist doch gerade jetzt wichtiger denn je“, schwärmt Jörn Holste. Eine gemeinsame Brötchentüte weist nun auf die Wichtigkeit von Landwirtschaft hin. Das Tütendesign entstand in enger Abstimmung mit dem Marketing der Bäckerei Holste und dem Projektteam: „Wir beziehen bereits unser gesamtes Dinkelmehl aus Horstedt, unsere Eier aus Bötersen und versuchen immer so gut es geht regionale Produkte zu bevorzugen. Da war die Kooperation mit einer gemeinsamen Brötchentüte eine ganz wunderbare Idee. Text und Layout-Vorgaben hatten die Schüler auch schon dabei“, freut sich Petra Mendoza, verantwortlich für die Marke Holste. „Wir wollen Verbraucher daran erinnern, dass günstige Produkte aus dem Ausland oft zu Lasten von Arbeitsbedingungen gehen. Die dort herrschenden Bedingungen werden einfach ignoriert. Qualität und Kaufentscheidung umfassen so viel mehr als nur den Preis“, bekräftigt Müller. Die Brötchentüten sind in allen Filialen erhältlich. „Natürlich klimaneutral produziert“, ergänzt Mendoza.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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