"Chor ohne Grenzen" gastiert in St.-Georg-Kirche

Afrikanische Lebensfreude

Samuel Bolayela (Mitte) und sein "Chor ohne Grenzen" steckten die Zuhörer in der St.-Georg-Kirche förmlich mit Lebensfreude an.
 ©Elke Keppler-Rosenau

Sottrum. Wer am Ostermontag verspätet in die Sottrumer St.-Georg-Kirche kam, brauchte nur seinem Gehör nachgehen. Bis auf den Parkplatz drang der fröhliche Gesang, den der Bremer „Chor ohne Grenzen“ bei einem Konzert zum Besten gab. Begleitet von Trommel, Gitarre und E-Piano waren es vor allem die schönen Stimmen, mit denen das Ensemble bei den Zuhörern Eindruck machte.

Samuel Bolayela, Kongolese, Wahl-Bremer und gelernter Tischler, der den Chor vor etlichen Jahren zusammen mit seiner Frau Angela gründete, moderierte die Veranstaltung nicht einfach so, wie man es von anderen Konzerten kennt: Er vereinnahmte das Publikum mit seinem unwiderstehlichen Charme. In hervorragendem Deutsch kündigte er Melodien aus seiner Heimat an, bei denen die Sänger weißer und schwarzer Hautfarbe überschäumende Sangesfreude in die Reihen der Zuschauer transportierten.

Der Funke sprang schnell auf das Publikum über, das die afrikanischen Texte zwar nicht mitsingen konnte, dafür aber in die Hände klatschend begleitete.

Bolayela schaffte es mühelos, die Zuschauer zum Aufstehen zu bewegen. Sie wogen sich im Takt der Musik, sodass die Grenzen zwischen Chor und Publikum langsam verblassten und beide Gruppen eins wurden.

„Ostern ist ein christliches Freudenfest. Jesus ist auferstanden, lasst uns das feiern“, rief Samuel Bolayela und ließ seine Chormitglieder zur Hochform auflaufen. Verschiedene Soli machten die stimmliche Qualität des Ensembles deutlich, das sich Gospel in seiner reinsten Form auf die Fahnen geschrieben hatte und nicht nur in Bremen und umzu auftritt, sondern auch an großen Veranstaltungsorten wie Leipzig, Berlin und Hannover.

Mit ihren Auftritten, bei denen die Zuschauer keinen Eintritt bezahlen, sondern spenden, unterstützt der Chor das Kinderheim Bobo (Bondeko Bosalisami) in Kinshasa, das dringend auf diese Hilfe angewiesen ist.

Samuel Bolayela reist jedes Jahr für mehrere Wochen dorthin, überbringt Geld- und Sachspenden und greift als versierter Handwerker zum Werkzeug, um sich auch beim Unterhalt des Gebäudes einzubringen.

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