Bürgerbusverein Sottrum stellt neuen Vorstand zusammen

Blumen für Thiart

Gründungsvater Ulrich Thiart (rechts) mit dem neuen Vorstand des Bürgerbusvereins. Von links: Matthias Krantz, Friedhelm Brüns, Wilfried Wolters, Dagmar Gülzow, Peter Draeger, Rainer Bachmann und Simone Schloen.
 ©Antje Holsten-Körner

Sottrum. Wechsel im Vorstand des Sottrumer Bürgerbusvereins: Nachdem Ulrich Thiart, der den Bürgerbusverein vor zwölf Jahren aus der Taufe gehoben hatte, bereits im vergangenen Jahr ankündigt hatte, nicht erneut zu kandidieren, fand die aktuelle Jahreshauptversammlung mit Friedhelm Brüns einen Nachfolger für den 75-Jährigen.

„Den Sottrumer Verein von Rotenburg aus zu managen, ist sehr umständlich. Außerdem sollen jüngere Kräfte den Bürgerbusverein mit neuen Ideen nach vorne bringen“, begründete Thiart seinen Schritt.

Für Friedhelm Brüns (63) ist der Bürgerbusverein kein Neuland, denn er leistete schon als Beisitzer Vorstandsarbeit. „Wir müssen den Menschen klar machen, wie einfach es ist, mit dem Bürgerbus zum Einkaufen oder zum Bahnhof zu fahren“, machte er nach seiner Wahl Werbung für den Fahrbetrieb des Vereins.

Bürger auf die Vorzüge aufmerksam zu machen, ist auch für Dagmar Gülzow, die in die Fußstapfen von Werner Klooß als zweiter Stellvertreter tritt, eine wichtige Aufgabe. „Schon im Bus können Tickets gekauft werden, die bis nach Bremen gültig sind“, hob sie hervor.

Neu im Vorstand ist die Hassendorferin Simone Schloen, die als Beisitzerin fungieren wird. Alle drei steuern auch als ehrenamtliche Fahrer den rot-weißen Bus durch die Samtgemeinde Sottrum. „Viele Fahrgäste zeigen uns, wie dankbar sie dafür sind“, sagte Brüns, wozu Gülzow und Schloen zustimmten. Dabei betonten sie, dass sie sich über zusätzliche Fahrer würden.

Weiter zum Vorstand gehören Matthias Krantz, der seit der Jahreshauptversammlung 2019 stellvertretender Vorsitzender ist. Bestätigt wurden Kassenwart Wilfried Wolters, Fahrdienstleiter Rainer Bachmann und Beisitzer Peter Draeger. Im Gegenzug schieden neben Werner Klooß noch Marlies Hübner-Klee (Schriftführerin) sowie Michael Schröck (Beisitzer), die nicht wieder kandidierten, aus der Vereinsführung aus.

In seinem letzten Jahresbericht dankte Thiart nochmals allen Akteuren, ohne die das „System Bürgerbus“ nicht funktionieren würde. Dazu gehört auch Rainer Bachmann, der seit der ersten Fahrt vor zehn Jahren jeden Abend den Bürgerbus an der Garage empfängt und „die Sorgen und Nöte der Fahrerinnen und Fahrer erfährt“. Jeweils ein dickes Lob gab es auch für Wilfried Wolters („Ohne ihn wäre kein reibungsloser Betrieb möglich“) und Werner Döscher („Er macht sehr einfühlsam die Einsatzplanung“), die zusammen mit Rainer Bachmann die Fahrdienstleitung übernehmen.

Ein „Dankeschön“ gab es von Thiart ebenfalls für Jürgen Lappöhn. „Er hat 18 Sponsoren, die Werbung im Bus machen, und zehn neue Mitglieder geworben. Dazu kommen noch zwei Spender, die aber nicht genannt werden möchten“, hob der scheidende Vorsitzende das Engagement von Lappöhn hervor.

Aber auch Thiart selbst blieb nicht mit leeren Händen stehen. Während ihm sein Nachfolger einen Blumenstrauß überreichte, hatte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Klaus Dreyer einen Umschlag sowie viele lobende Worte mitgebracht. „Ulrich Thiart setzte sich unwahrscheinlich ein und trieb uns 2007 im Samtgemeinderat vor sich her“, blickte er schmunzelnd zurück. Obwohl Dreyer den Bürgerbus am Anfang kritisch sah, ist er heute der Überzeugung: „Es war eine der richtigen Entscheidungen, die wir im Samtgemeinderat getroffen haben.“

Auch wenn Thiart nicht mehr zur Vereinsführung gehört, will der 75-Jährige seinen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Ich habe noch einen guten Draht zur Politik“, betonte Thiart, der bis zu seinem Umzug von Stapel nach Rotenburg im Samtgemeinderat aktiv war und noch bis zur Kommunalwahl im Herbst 2021 im Kreistag Politik mitgestaltet.

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