Bötersener Einrichtung steht vor der Fertigstellung / Anmeldungen möglich

Vom Lehrerhaus zum Kinderhort

Der Differenzierungsraum soll Rückzugsmöglichkeiten bieten.
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VON NINA BAUCKE

Bötersen – Noch haben Bötersens Bürgermeister Cord Trefke und Nicole Geldermann von der Sozialpädagogischen Familien- und Lebenshilfe (Sofa) einiges auf der To-Do-Liste, das es noch bis zum 25. August abzuarbeiten gilt. Aber die Punkte werden weniger, denn die Arbeiten an dem neuen Kinderhort, der zum Schulbeginn den Betrieb aufnehmen soll, neigen sich Stück für Stück dem Ende zu – obwohl zu Beginn der Berg an Aufgaben ziemlich groß war.

Mittlerweile ist die Bauabnahme durch, „und für den Stützpfosten vor dem Gruppenraum überlegen wir uns noch mal eine Farbe“, sagt Trefke. Es sei ein langer Prozess gewesen, so der Bürgermeister. „Wir hatten schon lange diese Räume für den Hort im Blick – vor allem wegen der Nähe zur Grundschule und zum Kindergarten. Denn so können die Mitarbeiter des Hortes und die Kinder in der Betreuungszeit zum Beispiel auch den Schulhof und die Turnhalle nutzen.“

Allerdings hatte es vor allem das vorgesehene Gebäude, das alte Lehrerhaus, in sich. 1967 hatte es die Gemeinde für den jeweiligen Lehrer an der Bötersener Grundschule gebaut. „Es war sehr verwinkelt“, so Trefke. Dementsprechend hat das Gebäude einen neuen Grundriss bekommen. Leitungen für Elektro und Heizung sind neue verlegt. Auch den Fußboden aus Gussasphalt hatte die Gemeinde rausstemmen lassen müssen, stattdessen kam neuer Estrich hinein. „Aber: Es ist ein Altbau und es bleibt energetisch nun mal auch ein Altbau“, macht Trefke deutlich.

Der Mittelpunkt des Hauses ist nun ein aus mehreren Räumen entstandener großer Gruppenraum mit großflächigen Fenstern Richtung Schulhof. Direkt nebenan befindet sich ein Differenzierungsraum sowie eine Küche, auf der anderen Seite des Gebäudes ist ein Büro für die Hortleitung sowie zwei Toilettenräume für die Kinder. Sanitäreinrichtungen für das Personal sind direkt vom Flur aus zugänglich, dort sollen auch die Garderobe für die Kinder hin. Insgesamt sind es rund 90 Quadratmeter, die nun Plätze für 20 Kinder bieten, die dann von den Mitarbeitern der Sofa von montags bis freitags von 12.30 bis 16 Uhr betreut werden.

Was alle Räume eint, sind die weißen Wände und der hellgraue Fußboden, der überall verlegt ist. „Es sind schöne, helle Räume geworden“, betont Geldermann, die sich bereits auf das Einrichten freut. Denn dieser Tage steht auch das Aufbauen der Möbel an, die der Hort aus der Schule übernimmt. Die ersten Kartons und Kisten mit Spielen stehen ebenfalls schon bereit. Aber auch neues Mobiliar hatte die Gemeinde geordert. So soll der Gruppenraum mit einem großen Tisch und Stühlen, aber auch mit einer Kuschelecke und einer Weichbodenmatte ausgestattet werden. „So, dass die Kinder sich wohlfühlen“, betont Geldermann.

Unter anderem für die Küche. Für die hat sich die Gemeinde Inspirationen aus anderen, vergleichbaren Einrichtungen geholt. So gibt es eine niedrigere Platte für die Warmhaltebehälter, in denen das Mittagessen angeliefert wird. Darüber hinaus ist der Raum voll ausgestattet, „dann können wir hier auch mal gemeinsam mit den Kindern etwas backen und kochen“, erklärt Geldermann. „Unser Ziel ist es, sie einzubinden, wo immer es geht.“

Alle einzubinden spiegelt sich auch in der Zugänglichkeit des Hauses wieder: Neben dem Eingang mit den Treppenstufen davor gibt es auch einen barrierefreien Zugang, der sich um das hell verputzte Haus herumzieht und zur Terrasse führt, die ebenfalls noch fertiggestellt werden soll. Ebenso bekommt die Treppe zum Eingang ein neues Geländer. Nur den neuen Anstrich für die Außenwände verkneift sich die Gemeinde in diesem Jahr, der soll erst 2023 folgen. „Wir haben rund 150 000 Euro für den Umbau eingeplant, und in diesem Rahmen werden wir voraussichtlich auch bleiben“, sagt Trefke.

Die Kommunikation in Richtung der Eltern lief allerdings nicht reibungslos: „Wir mussten zunächst ja die Gebühren festlegen. Dann haben wir die Einladung für einen Informationsabend über das Schulnetzwerk Iserv verschickt, dann ist der Server abgestürzt und danach begannen die Ferien“, schildert Trefke. Daher sind noch Plätze frei. „Wir wissen aber, dass viele schon seit Jahren drauf warten“, ist er überzeugt. Interessierte Eltern wenden sich für weitere Informationen sowie die Anmeldeunterlagen an die Gemeinde per E-Mail an boetersen@sottrum.de.

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