Bötersen: Jugger fühlen sich von Platz vergrault

Rausschmiss oder Missverständnis?

Julia Richert ist der Meinung, der Verein Jugger Rotenburg wurde vom Sportplatz Bötersen vergrault
 ©Mediengruppe Kreiszeitung

Bötersen (as). Julia Richert ist verärgert, dass der Verein Jugger Rotenburg ihrer Aussage nach nicht mehr auf dem Sportplatz in Bötersen trainieren darf. Hermann Holsten, Bürgermeister von Bötersen, kann den Rausschmissvorwurf nicht nachvollziehen. Für ihn habe es ein Kommunikationproblem gegeben.

Für Richert, die den Verein als Vorsitzende führt, machen gleich mehrere Faktoren die Angelegenheit um so ärgerlicher: „Wir haben mehrfach versucht, mit Anwohnern und Gemeinde in Kontakt zu treten. Und auch Einladungen zu unseren Turnieren haben wir ausgesprochen. Keine Rückmeldung.“ Besonders bitter: „Nun haben wir über Umwege erfahren, dass wir hier die Räume nicht mehr benutzen dürfen. Ein Mitglied von einem anderen Verein, der den Platz nutzt, ist als Abgesandter mit der schlechten Nachricht zu uns gekommen.“ Maximal die Rasenfläche dürfe der Verein nun noch betreten. Und auch die Trommeln, die gelegentlich für Rhytmusübungen eingesetzt worden sind, sollen stumm bleiben. „Dabei sind rings um den Platz fast nur Felder.“ Nicht zuletzt verstoße dieses Verhalten doch auch gegen die Grundsätze, die Bötersen im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten möchte, zum Beispiel die Förderung von Sport und Jugend.Auf den Vorwurf des Rausschmisses der Jugger reagiert Bötersens Bürgermeister gelassen. „Da ist nicht viel Wahres dran“, sagt Holsten. Gespräche habe es keine gegeben und die Sportler seien auch nicht aus den Umkleiden rausgeworfen worden. „Die Jugger hatten Probleme, einen Platz für ihr Training zu finden und wir haben ihnen erlaubt, auf dem Platz zu spielen und zu trainieren. Das ist sonntagsmorgens auch passiert“, stellt Holsten seine Sicht der Dinge dar.Sind die Jugger denn grundsätzlich auf dem Sportplatz erwünscht? Holsten meint: „Die Frage hat sich ja inzwischen von selbst erledigt. Der Verein geht nach Hatzte.“Er resümiert: „Das Ganze ist wohl ein riesiges Missverständnis. Irgendwer muss da was in den falschen Hals bekommen haben.“ Auf der Seite der Gemeinde, die ist für den Sportplatz zuständig, habe jedenfalls niemand etwas von einem Rausschmiss gewusst.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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