Baugebiet „Zwischen den Wegen“ nimmt nächste Hürde - Von Bettina Diercks

Bis zu 37 Grundstücke

Noch grünt es grün, wo ab 2021 gebaut wird: Das Baugebiet "Zwischen den Wegen" in Ahausen ist einen Schritt weiter.
 ©Bettina Diercks

Ahausen. Wenn alles glattgeht, können im kommenden Jahr schon die ersten Häuser im neuen Baugebiet „Zwischen den Wegen“ in Ahausen entstehen. Am Montag verabschiedete der Rat den entsprechenden Bebauungsplan. Nachdem es aus diversen Gründen nicht mit dem Baugebiet auf der nördlichen Seite der Hellweger Straße geklappt hat, stimmte das Gremium dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan auf der gegenüberliegenden Seite zu.

Nach derzeitigen Planungen und Angaben der Samtgemeinde werden dort zwischen 33 und 37 Grundstücke entstehen. Die Zuwegung erfolgt über den Westring und den Übergang zur Straße „Zum Alten Dorf“ in die künftige Ringstraße. Eine „Ausfahrt“ wurde Richtung Westen eingeplant, falls Ahausen später noch weiter wachsen will. Wie viele Grundstücke es letztendlich werden, entscheidet der Rat im Rahmen der weiteren Planungen, bevor die Fläche erschlossen wird. „Entsprechend der Nachfrage könnten kleinere oder große Grundstücke angeboten werden“, heißt es. Der Grundstückszuschnitt erfolgt unter Berücksichtigung einer Mindestgrundstückgröße von 650 Quadratmeter für Einzelhäuser beziehungsweise 500 Quadratmeter für Doppelhaushälften.

Im nordwestlichen Zipfel des Baugebietes wird ein drei Meter hoher Lärmschutzwall zur Kreisstraße hin hochgezogen. Die Außenbauteile der dortigen Gebäude müssten ebenfalls entsprechend ausgewählt werden, gehören mittlerweile aber laut Planungsbüro eh zur Standardbauweise.

Bis zu 45 Prozent der Grundstücksfläche dürfen versiegelt werden. Je Bauplatz sind zwei Pkw-Stellflächen vorgesehen, damit die Fahrzeuge nicht im Straßenraum stehen.

Eine Besonderheit hat das Baugebiet allerdings: Geplant ist, möglichst viel Regenwasser auf den Grundstücken zu versickern und auch einen Teil aufzufangen, den die Anwohner beispielsweise dann als Gießwasser verwenden können. Welche Mengen pro Grundstück aufgefangen werden sollen, steht derzeit noch nicht fest. Die Behälter laufen über, wenn sie voll sind. Dieses Überlaufwasser soll dann in ein Regenrückhalte- oder Versickerungsbecken geleitet werden. „Ziel ist, möglichst umfassend das Niederschlagswasser dort zu lassen, wo es runterkommt“, so Eckhard Behrens von der Samtgemeinde Sottrum. Die Bodenverhältnisse im neuen Baugebiet lassen eine Versickerung an Ort und Stelle nicht zu. Deshalb muss das Wasser auf den Grundstücken zurückgehalten werden. „Das System, wie es funktionieren soll, kennen wir noch nicht“, räumte Behrens ein. Alles dazu ist derzeit noch in Planung. Sollte irgendwann weiter südlich ein Baugebiet erschlossen werden, seien dort bessere Bodenbedingungen für eine Versickerung vorzufinden.

Die jetzt beschlossene öffentliche Auslegung der Planunterlagen erfolgt im Januar. „Bis Ende Februar 2021 werden die vorbereitenden Abwägungsarbeiten ausgearbeitet sein und der Rat kann sich hiermit befassen. In dieser Ratssitzung kann im Optimalfall auch der Satzungsbeschluss befasst werden“, teilt Behrens auf Nachfrage mit. „Parallel wird sich die Gemeinde mit der Erschließung befassen. Soweit dies zügig beraten und beschlossen wird und dann auch noch die zu beauftragenden Tiefbauunternehmen umgehend die erforderlichen Arbeiten umsetzen, kann mit dem Grundstücksverkauf begonnen werden.“

Bis dahin fließt aber noch viel Wasser den Ahauser Bach hinunter.

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