Ausschuss verschiebt Ausbaggern

Alle Jahre wieder

17.03.2017

Stuckenborstel (as). „Es ist unstrittig, dass wir das Ausbaggern des Mühlenteichs seit Jahren schieben“, sagte Gemeindedirektor Holger Bahrenburg – und traf damit einen Nerv. Der Bauausschuss hatte über die Haushaltsansätze seines Zuständigkeitsbereichs zu entscheiden, und wieder rückte die Maßnahme am Mühlengewässer auf der Liste nach hinten.

Grund dafür ist unter anderem die Haushaltslage der Gemeinde. Die Empfehlungsgremien sollten Sparwillen zeigen und der Bauausschuss kam dem nach – wenn auch unter Protest der Gremiumsmitglieder aus Stuckenborstel. Gerd Helms (SPD) und Siegfried Gässler (CDU) fanden kritische Worte. Ersterer meinte, der ewige Aufschub sei traurig. „Wir haben schon jetzt nur Grünzeug im Gewässer. Bald ist kein Teich mehr da. Wir müssen bedenken, dass es sich auch um Lebensraum handelt. Irgendwann wird die Renaturierung notwendig und dann will ich eure Gesichter sehen“, so Helms. Er sprach sich dafür aus, den 60.000-Euro-Ansatz im Haushalt zu behalten und dieses Jahr umzusetzen. Auch Gässler fände es gut, würde er das Ausbaggern noch erleben. Trotzdem folgte er der Verwaltung mit dem Schiebevorschlag.

„Wir müssen noch mit dem Landkreis Gespräche führen, was mit dem Ausbaggergut passieren soll“, teilte Bahrenburg mit. Eventuell könne es nämlich passieren, dass die Gemeinde doch nicht so viel Geld für die Maßnahme in die Hand nehmen muss.

Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) sah es hingegen gar nicht ein, dass die Gemeinde den fünfstelligen Betrag bereitstellt. „Nur weil die Bedienung des Wehrs falsch gelaufen ist? Das muss überhaupt nicht augegeben werden“, sagte er.

Letztlich einigten sich die Ratsmitglieder einstimmig darauf, das Ausbaggern und die Reperatur der Spundwand, die mit 10.000 Euro angesetzt ist, nach 2018 zu schieben. Die Erneuerung des Wehrs mit dem Ansatz von 5.000 Euro soll Teil des Etats bleiben.

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