Apfelfest in Stuckenborstel begeisert die Besucher

Von lehrreich bis magisch

Melissa Hoffmann verwandelte die vierjährige Melina per Farb- einsatz in einen Hasen.
 ©Antje Holsten-Körner

Stuckenborstel (hk). Für Nils Herwig war die vierte Auflage des Apfelfestes, zu dem der Dorfverein Stuckenborstel eingeladen hatte, ein Heimspiel. „Ich bin jedes Wochenende mit den Gartensteckern und Pflanzen auf Ausstellungen“, erzählt er. Dabei führt ihn sein Weg bis an die polnische Grenze.

Dagegen bietet Gerhard Skusa seine Vogelhäuser nur in der Gemeinde an. „Ich baue die Vogelhäuser, weil es mir viel Spaß macht“, berichtet der 78-Jährige. 18 der kleinen Kunstwerke stellte er beim Apfelfest aus. Gerade als Sohn Martin mit seiner Freundin das Fest besuchte, fand wieder ein Vogelhaus einen neuen Eigentümer. „Ich liefere gleich aus“, versprach der Junior und verschob den Besuch am großen Kuchenbüfett.

Trotz dieser Verzögerung hatte Martin Skusa noch reichlich Auswahl, denn fast 30 Kuchen, so gut wie alle mit Äpfeln als Bestandteil, waren für das Apfelfest gebacken worden. „Vielen Dank an den Kuchentrupp um Brigitte Könsen“, lobte Katharina Jäger, Vizevorsitzende des Dorfvereins, die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Ehrenamtlich waren natürlich auch Jugendwart Tobias Harling, der von seinem Stellvertreter Michael Skusa, den Betreuern Wiebke Böschen, Torben Böhrs sowie Jugendlichen unterstützt wurde, im Einsatz. „Wir haben heute eine Wasserförderung auf langen Strecken“, sagte Harling schmunzelnd. Damit meinte er, dass ein Spielteilnehmer Wasser aus der Kübelspritze in neun kleine Becher füllen musste und ein zweiter Mitspieler möglichst viel des Wassers mit der Seilrutsche ans Ziel bringen sollte. „Es klappt besser als gedacht“, so der Jugendwart. Einige Schritte entfernt von der Wehr konnten pferdebegeisterte Kinder bei Familie Küsel eine Runde auf den Ponys „Nora“ und „Nelly“ reiten. Sehr gut kamen die Aktionen des Kinderladen Stuckenborstel an, die mit den Mädchen und Jungen bastelten oder sie mit Glitzer-Tattoos verzierten. Bei Melissa Hoffen konnten sich die Kinder schminken lassen.

Viel Applaus erhielten Dietmar Puschmann alias „Adjani“, der für die vielen kleinen und große Besucher zauberte, sowie Emma Bosselmann für ihre musikalische Vorführung. Etwas lernen konnten die Gäste dagegen bei Ramon Bocanegra, der über naturgemäßen Obstbaumschnitt informierte. „Die Schnittsaison fängt im August mit den Kirschen an, geht weiter im September mit Steinobst und im Winter mit Kernobst“, erklärte der Gemüsegärtner, der eine Zusatzausbildung an einer Obstbaumschule in Thüringen absolvierte. Lehrreich waren auch die Führungen durch die historische Wassermühle, die Hans-Richard Buthmann stündlich vornahm.

„Wir sind sehr zufrieden mit der schönen Stimmung und dem guten Besuch“, freute sich Jäger. Wegen der positiven Resonanz wird der Dorfverein sicherlich im kommenden Jahr zur fünften Auflage des Apfelfestes einladen.

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