Ahauser Rat: Kurze Sitzung

Kurz und bündig

Die Bushaltestellen in Ahausen sollen behindertengerecht werden.
 ©Rotenburger Rundschau

Ahausen (md). Eine Gemeinderatssitzung ist derzeit ein Spagat zwischen notwendiger politischer Arbeit und der Einhaltung der gängigen Verhaltensregeln zum Schutz vor Coronainfektionen. Um die Sitzungszeit möglichst gering zu halten, bedarf es einiger Vorarbeit, wie die jüngste Sitzung des Ahauser Rates unter Beweis stellte.

„Wir wollen das so kurz wie möglich halten, angesichts der allgemeinen Lage“, waren die einleitenden Worte von Ahausens Bürgermeister Jörg Küsel (CDU). Mit dieser Lage meinte er die verschärften Coronamaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Sitzung. Wie zum Beispiel einer unbedingten Maskenpflicht, von der nur Abstand nehmen durfte, wer einen Redebeitrag hatte. Wobei Küsel die Mund- und Nasenbedeckung die meiste Zeit aufbehalten hat. „Ich rede dann lieber ein bisschen lauter“, sagte er. Die Agenda des Abends war mit insgesamt 15 Tagesordnungspunkten eigentlich prall gefüllt, aber die wichtigsten Dinge waren den Ratsmitgliedern schon im Vorfeld bekannt gemacht worden.

Als erster Beschluss wurde die Gemeindewahlleitung für die Gemeindewahl am 12. September bestimmt. „Hier haben wir von der Samtgemeinde die Vorgabe, dies noch im Januar festzulegen“, erläuterte der Bürgermeister. Bereits im Vorfeld war die Suche nach dem Wahlleiter und seinem Stellvertreter in Angriff genommen worden. Und mit den beiden Ahausern Olaf Hinz als Wahlleiter und Matthias Hinz als sein Stellvertreter konnte sich der Rat einstimmig anfreunden.

Nächster wichtiger Punkt war die Vergabe der Architektenleistung für den Krippenneubau in Ahausen. „Wir sind hier vom Platz her in arger Bedrängnis und müssen die notwendigen Maßnahmen auf den Weg bringen“, sagte Bürgermeister Küsel. Es lagen drei Angebote vor und die Ratsmitglieder wurden im Vorfeld darüber informiert, in welcher Höhe sie ausgefallen sind. Die Zahlen darüber wollte Jörg Küsel nicht der Öffentlichkeit preisgeben. Lediglich über die Vergabe an den günstigsten Anbieter wurde an diesem Abend abgestimmt. Der Zuschlag ging an das Ingenieurbüro Frank Fitzner aus Verden.

Ähnlich verfuhr der Rat bei der Vergabe der Ingenieursleitungen zum Tiefbau für das Neubaugebiet „Zwischen den Wegen“. Dort gab es lediglich zwei Angebote und der Zuschlag ging an das Ingenieurbüro Galla & Partner aus Horneburg.

In Sachen Barrierefreiheit an den Bushaltestellen in Ahausen werden umfangreiche Umbauten anfallen. An der Ausschreibung für diese Maßnahme beteiligten sich insgesamt sieben Anbieter. „Wir hatten ursprünglich eine Summe von 59.000 Euro veranschlagt, da liegen wir aber eine ganze Ecke drüber“, so Küsel, „weshalb der Eigenanteil sich nunmehr auf rund 34.000 Euro belaufen wird.“ Den Zuschlag bekam die Firma R&T aus Westeresch.

Der nächste Punkt war ein Antrag des Everser Schützenvereins auf Bezuschussung. An dieser Stelle hatte Ratsmitglied Maic Hogrefe (CDU), selbst Mitglied des Vereins und dort als Sportleiter engagiert, das Wort. Er schilderte den Sachverhalt, der besagte, dass bei einer Überprüfung des Schießstandes in Eversen erhebliche Mängel festgestellt wurden. Mängel, die zeitnah beseitigt werden müssten, um einen Schießbetrieb aufrecht erhalten zu können. Der Finanzierungsbedarf dieser Maßnahme liegt bei rund 25.000 Euro. Die Mittel dazu sollen vom Landessportbund, dem Landkreis, dem Schützenverein und als letzten Baustein von der Gemeinde Ahausen aufgebracht werden. Für die Gemeinde blieben 20 Prozent der Gesamtsumme übrig, was einer Summe von 4.980 Euro entspricht. Mit einer Enthaltung wurde dem Antrag der Schützen entsprochen. Die Summe wird im aktuellen Haushalt eingestellt werden und sobald die Maßnahme zur Ausführung kommt, kann über das Geld verfügt werden. Dazu wird es eine Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde geben, in der bestimmt wird, zu welchen Zwecken der umgebaute Schießstand zukünftig genutzt werden darf.

Ebenfalls in den Haushalt eingestellt werden 50.000 Euro, die sich als Finanzierungsbedarf aus den Empfehlungen des Ausschusses „Bau, Wege, Umwelt, Planung und Friedhof“ ergeben haben. In den Anregungen durch die Ratsmitglieder wies Ratsherr Olaf Mahnken (CDU) darauf hin, dass er wiederholt illegal entsorgten Müll aufgefunden hatte.

„Da sind unter anderem Batterien, die mitten in der Feldmark liegen, wie soll damit umgegangen werden?“, fragte er. Man verständigte sich darauf, dass jeder, der auf derlei Müllentsorgung aufmerksam werde, sich per E-Mail unter gemeinde.ahausen@ewetel.net an die Gemeinde wenden solle. Dort würde man sich um weitere Schritte kümmern.

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