Ahausen setzt bei Bachbrücke auf Reparatur statt Neubau

Querung mit Hindernissen

Rechts geflickt und gesperrt, links können Fußgänger noch auf Spanplatten den Ahauser Bach überqueren. Die Gemeinde bringt die Reparatur der Brücke auf den Weg.
 ©Andreas Schultz

Ahausen. Rot-weißes Flatterband und Schilder, die vor der Einsturzgefahr der Brücke warnen, bestimmen eine Szene am Ahauser Bach. Für Spaziergänger, die im Norden der Gemeinde auf den Wanderpfaden unterwegs sind, ist das inzwischen ein gewohntes Bild. Seit 2013 ändern sich nur Details an Warnhinweisen und Sperrungen – obwohl der Umgang mit dem baufälligen Konstrukt bereits seitdem immer mal wieder Thema im Rat ist.

Vor beinahe genau drei Jahren betrat Bürgermeister Claus Kock das Gemeindebüro mit einem Brocken Holz in der Hand. Während der abendlichen Ratssitzung präsentierte er den Lokalpolitikern und Besuchern das morsche Mitbringsel von der Brücke, kurz zuvor entfernt mit bloßen Händen. „Das Bauwerk muss ersetzt werden. Ansonsten muss ich irgendwann ablehnen, die Verantwortung dafür zu übernehmen“, machte er deutlich.

Doch das Drängen half nicht viel. Was sich seither an der mit Metall- und Holzplatten geflickten Brücke tat, begrenzt sich für den Außenstehenden und den Wanderer lediglich auf die halbseitige Sperrung des Bauwerks. Und die Anzahl seiner Löcher. Doch der Eindruck täuscht, denn in der Zwischenzeit setzte sich das Gremium mit wechselnden Kostenschätzungen und Förderanträgen auseinander. 2016 waren 81.000 Euro als Aufwand für einen Neubau im Gespräch, genau wie eine Förderung in Höhe von 43.000 Euro.

Nun könnte es die Gemeinde ein ganzes Stück günstiger kommen, an eine zufriedenstellende Gewässerquerung zu kommen: per Reparatur statt durch Neubau. Neben verschiedenen Angeboten im preislichen Rahmen um 25.000 Euro bietet eine Ahauser Zimmerei die Dienstleistung für 8.000 Euro an – rund ein Zehntel des Betrags, mit dem die Gemeinde in die Überlegungen gestartet war. Die einzige Möglichkeit, noch billiger an eine reparierte Brücke zu kommen, wäre eine Umsetzung durch fleißige Ratsmitglieder gewesen. „Das war der Gedanke, den wir im vergangenen Jahr hatten. Allerdings bin ich der Meinung, das sollte eine Fachfirma machen“, so der Bürgermeister während der jüngsten Ratssitzung. Versicherungstechnisch war dem Ratsherrn das Projekt der Marke Eigenbau letzten Endes doch „zu heiß“.

Einmütig fasste der Rat schließlich den Beschluss, das günstigste Angebot für die Umsetzung anzunehmen und keine weitere Suche nach Alternativen anzustellen. Nun hofft der Bürgermeister, dass der Vollzug noch im Frühjahr erfolgt. Kock: „Dann hat auch diese Odyssee ein Ende“.

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