Wettbewerb Sport- und Begegnungspark: Preise ausgelobt

Um Entscheidung gerungen

Thekla Streck, Nuri Güdel und Jonathan Mohl haben mit ihrem Entwurf "Alles fließt" den ersten Preis gewonnen. Fotos: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Eine Fläche zu beplanen, die noch nicht vorstellbar ist, birgt eine Herausforderung. Knapp 50 Studenten haben sich dieser mit Professor Dirk Junker von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück im Rahmen einer Semesterarbeit gestellt.

Aufgabe war die Gestaltung des rund acht Hektar großen Außengeländes des vom VfL geplanten Sport- und Begegnungsparks auf dem Gelände der KGS Sittensen. Die Gemeinde hatte dazu einen Ideenwettbewerb ausgerufen.

Neun Gruppen zu drei bis sechs Studierenden des zweiten Semesters haben Modelle entworfen, die zwar sehr unterschiedlich, aber durchweg kreativ und inspirierend waren. Die öffentliche Preisverleihung im Heimathaus fand großen Zulauf. Immerhin handelt es sich um ein Projekt, das nicht nur die Sportanlagen in den Mittelpunkt stellt, sondern, wie VfL-Vorsitzender Egbert Haneke herausstellte, für einen gesellschaftlichen Zusammenschluss steht.

Die Fachjury unter dem Vorsitz von Jane Sörensen, Professorin für Landschaftsarchitektur aus Hamburg – Vertreter des VfL, Gemeinderates und der Verwaltung gehörten ebenso dazu, hatte es sich mit der Entscheidung nicht leicht gemacht. Lange wurde verglichen, diskutiert und kritisch gestritten.

„Mit unseren Entwürfen möchten wir Ideen generieren, die weiterentwickelt werden können und Unterstützung geben für große Visionen“, so Professor Junker. „Es ist unglaublich, welches Material geliefert wurde. Immerhin handelt es sich um junge Leute aus dem ersten Studienjahr. Die Gemeinde ist mit diesem Wettbewerb einen Riesenschritt in die Zukunft gegangen. Der Zukunft Raum zu geben, diese Rolle haben die Studenten verstanden und den Blick über den Tellerrand geworfen. Nachhaltigkeit war ein wesentlicher Aspekt“, führte Sörensen aus. Dem Lob schlossen sich auch der VfL-Vorsitzende und Bürgermeister Diedrich Höyns ausdrücklich an.

Mit einer gesonderten Auszeichnung wurde der „Freilichtpark Sittensen“ gewürdigt. Diese Gruppe hat eine Promenade geschaffen, die das eigentliche Herzstück der Anlage darstellt und viele Funktionen beinhaltet. „Das ist ein Element, das es verdient, darüber weiter nachzudenken“, so die Juryvorsitzende. 250 Euro gab’s dafür. Zwei dritte Preise wurden vergeben, die mit jeweils 500 Euro dotiert waren. Die Modelle „Crossing Connection“ und „Sport- und Erholungspark Sittensen“ überzeugen durch Selbstverständlichkeit. „Eine schwierige Aufgabe in der Landschaftsarchitektur“, hörte das Publikum. Ebenso bestehe eine im Gefüge organisierte Leichtigkeit und trotzdem eine hohe Wertigkeit. „Mit diesem nicht Zuviel bitte weitermachen. Da steckt viel drin“, riet Sörensen. Der zweite Preis und damit 750 Euro gingen an den Sport- und Begegnungspark Sittensen, der „Perspektive durch Fortschritt“, sprich allen Generationen bei einem Besuch „neue und spannende Erlebnisse in einer fließenden Struktur der Wege und im Charme der Natur“ vermitteln will. Um die ersten Plätze ist laut Jury „sehr gerungen“ worden. Ideen stiften mit Landschaftsarchitektur bedeute, nicht nur gefällig zu sein, sondern auch Mut. Das Siegermodell „Pantha Rhei“ – Alles fließt“ stammt von Thekla Streck, Nuri Güdel, Jonathan Mohl, 22 und 23 Jahre alt. Von ursprünglich sechs Gruppenmitgliedern blieben sie übrig, da die anderen ihren Studiengang aufgegeben haben. Demzufolge investierten sie viel Arbeit und „schlaflose Nächte.“ 1.000 Euro sind der Lohn der Mühen. Das Trio hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben und auch den Klimawandel bei der Auswahl der Bepflanzungen und Materialien berücksichtigt. In der geschwungenen Hügellandschaft stellen die geometrisch geformten Sportanlagen keinen Kontrast dar, sondern fügen sich in die Parkgestaltung ein. Das Vereinsheim hat eine Dachbegrünung und ist in ökologischer Bauweise errichtet. „Die Dynamik der körperlichen Bewegung spiegelt sich in der Formgebung der Landschaft wider“, lautet das Credo. Seen sind durch Bachläufe verbunden. Die Wasserbereiche weisen Treppenanlagen auf, die auch als Sitzmöglichkeiten dienen. Die Bepflanzung in Pioniervegetation zeichnet sich durch Robustheit aus und hält auch strengen, klimatischen Bedingungen stand.

Nach den Sommerferien soll noch eine öffentliche Präsentation der Preisträger und Modelle stattfinden. Im Anschluss an den offiziellen Teil hatte die Gemeinde alle Anwesenden zu einem gemütlichen Ausklang bei Bratwurst und Getränken eingeladen.

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