Waldkindergarten auf dem Klostergut: Zuschussanträge durch

Genossenschaft ist Träger

Die Zuschussanträge für den Waldkindergarten auf dem Gelände des Klostergutes sind genehmigt. Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen. Auf dem Klostergut Burgsittensen ist die Einrichtung eines Waldkindergartens auf dem Bauernhof geplant - Von Heidrun Meyer. in Trägerschaft der Genossenschaft Kita Natura eG. Noch liegen nicht alle erforderlichen Genehmigungen vor, das Konzept wird aber von allen Beteiligten als durchweg positiv bewertet. Hinzu kommt, dass Kindergartenplätze in der Samtgemeinde derzeit knapp sind.

Sowohl der Gemeinde Tiste als auch der Samtgemeinde Sittensen liegen Anträge von der Genossenschaft auf Bezuschussung der Investitionskosten vor, die sich auf rund 58.750 Euro belaufen. Der Tister Rat votierte mehrheitlich dafür, einmalig einen Zuschuss bis zu maximal 9.000 Euro zu gewähren, der Samtgemeinderat beschloss einstimmig, eine Anschubfinanzierung von 30.000 Euro zu leisten.

Ein Großteil (49.450 Euro) der Kosten entfällt auf das anzuschaffende Tannhäuschen, eine mobile, rund 28 Quadratmeter große Naturholz-Hütte und deren Ausstattung. Die weiteren Kosten umfassen die Gestaltung des Außengeländes sowie Einzäunung, Pforte mit Sicherungsschloss und Wickelvorrichtung. Die Klosterkammer Hannover als Besitzer des Klostergutes hat einen Zuschuss von 20.000 Euro in Aussicht gestellt.

Der Sozial- und Planungsausschuss der Samtgemeinde hatte über einen Kostenzuschuss intensiv beraten, die Entscheidung aber an den Rat weitergegeben. Der Träger bekam die Auflage, weitere Finanzierungsdetails vorzulegen. Auch eine Kostenbeteiligung der Gemeinde Tiste stand im Raum.

Im Tister Gemeinderat wurde der Zuschussantrag der Genossenschaft kontrovers diskutiert. Die Samtgemeinde stehe zunächst in der Pflicht, Kitaplätze zu schaffen, lautete die einhellige Meinung „Es werden auch Kinder aus anderen Gemeinden den Waldkindergarten besuchen. Außerdem plant die Samtgemeinde die Übernahme der Kindergärten in Wohnste und Klein Meckelsen. Wir haben auch schon die Fläche für Tister Kindergarten kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich sehe es nicht als Pflichtaufgabe der Gemeinde an, den geplanten Waldkindergarten zu bezuschussen“, befand Ratsherr Stefan Klindworth. Bürgermeister Stefan Behrens hatte zuvor erklärt, dass sich der Verwaltungsausschuss für einen Zuschuss von 9.000 Euro ausgesprochen habe. Hartmut Lühmann schlug vor, den Betrag auf 5.000 Euro zu reduzieren. Behrens ließ abstimmen. Die Anträge, keinen Zuschuss oder weniger zu geben, fanden keine Mehrheit, mit vier Ja-Stimmen fasste der Rat den Beschluss, einmalig einen Zuschuss bis maximal 9.000 Euro zu geben.

Zuvor hatte der Bürgermeister noch einen Brief des Tister Bürgers Klaus Fitschen verlesen, der darin deutliche Kritik an dem Zuschussantrag äußerte und nach Gründen fragte, die es rechtfertigten, öffentliche Gelder für private Projekte, die zudem noch Visionen seien, bereitzustellen. Jeder Jungunternehmer habe die Möglichkeit, Starterkredite zu günstigen Konditionen zu bekommen. Es sei Aufgabe der Samtgemeinde, Kindergärten zu erstellen, betreiben und zu unterhalten.

Hannah Wedemeyer vom Klostergut erhielt das Wort und machte deutlich, dass der Betrieb des Kindergartens nicht über die Pächterfamilie als privates Projekt laufe, sondern in Trägerschaft einer gemeinnützigen Genossenschaft. Deren Sitz liege in Schleswig-Holstein, insofern fungiere sie als Ansprechpartnerin vor Ort. Ein detailliertes Konzept zum Leitbild und Betrieb der geplanten Einrichtung liege allen beteiligten Behörden, Kommunen und Institutionen vor. Sie wies darauf hin, dass sich zur Bezeichnung der Einrichtung eine abschließende Änderung ergeben habe und es fortan Waldkindergarten auf dem Bauernhof heiße.

Von Bundesland zu Bundesland sei die Definition unterschiedlich.

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