Samtgemeindebürgermeister: Keller gewinnt Stichwahl klar - Von Heidrun Meyer

„Ergebnis ist ein Ansporn“

Die Anhänger von Jörn Keller (vorne Mitte) feierten ihren Kandidaten nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit großem Jubel.
 ©Rotenburger Rundschau

Sittensen. Jörn Keller wird neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Sittensen: Aus der Stichwahl am vergangenen Sonntagabend ist er mit 63,8 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervorgegangen. Auf Mitbewerber Sören Wallin entfielen 36,2 Prozent.

Der Jubel unter Kellers Anhängern, die sich in „Grimm’s Kitchen“ in Sittensen getroffen hatten, war riesengroß. Frenetisch feierten sie ihren Kandidaten, der sich ebenso freute, wie auch sich erleichtert zeigte.

Die Wahlbeteiligung fiel diesmal mit 52,8 Prozent gegenüber 69,2  Prozent im ersten Durchgang geringer aus. Keller, der von der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und WFB im Rat der Samtgemeinde Sittensen unterstützt wurde, war mit 49,8 Prozent knapp gescheitert. 3155 Stimmen hatte er erzielt, jetzt 3097. Von 9.242 Wahlberechtigten machten nun 4884 ihr Kreuz, 4855 Stimmen waren gültig, 29 ungültig. Es gab 764 Briefwähler. Auf Wallin, Kandidat des CDU-Gemeindeverbandes, entfielen 1758 Stimmen gegenüber 1.845 und 29,1 Prozent der Stimmen im ersten Wahldurchgang. Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann präsentierte in der Wassermühle wieder die laufenden Ergebnisse aus den Wahlbezirken, die relativ zügig eintrafen. Jörn Keller sieht das deutliche Ergebnis als Ansporn für seine künftige Arbeit. „Die Bürger haben eine Erwartungshaltung, die ich nun erfüllen muss. Ich sehe das als Auftrag, ordentlich zu arbeiten, meinen Job gut zu machen und natürlich auch zu liefern. Trotz der geringeren Wahlbeteiligung habe ich das Ergebnis in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Dafür bedanke ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern. Es hat sich ausgezahlt, dass wir zu 100 Prozent einen anständigen Wahlkampf geführt haben.“ Der parteilose Kandidat möchte künftig Sachthemen in den Vordergrund stellen und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit erreichen. Auch Herbert Osterloh, Vorsitzender der Mehrheitsgruppe im Rat der Samtgemeinde Sittensen, war sichtlich froh gestimmt: „Die großartige Arbeit im Team hat sich gelohnt. Wir haben einen sachlichen Wahlkampf geführt und auf schlechte Kommentare nicht reagiert. Das Ergebnis bestätigt eindrucksvoll, dass das richtig war.“ Stefan Tiemann, der am 30. Oktober seinen letzten Arbeitstag hat, ließ es sich nicht nehmen, seinem Nachfolger sogleich zu gratulieren und ihm Unterstützung für die Einarbeitungszeit auf die neue Tätigkeit anzubieten. Das nahm Jörn Keller sehr gerne an. Sören Wallin zeigte sich trotz seiner Niederlage ebenso entspannt wie seine Mitstreiter, mit denen er im Landgasthaus zur alten Linde in Hamersen zusammensaß. „Das Ergebnis ist wenig überraschend. Ein stückweit bin auch froh, dass die Wahlkampfzeit jetzt vorüber ist. Nun kann ich mich erst einmal wieder voll und ganz meiner Familie und meiner hochschwangeren Frau widmen“, so Wallin abschließend und merkte noch an, dass „jede Samtgemeinde den Bürgermeister verdient, den die Bürgerinnen und Bürger gewählt haben“.

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