Rat: Samtgemeinde kann Volksbankgebäude verkaufen

Versorgung verbessern

Der Rat der Samtgemeinde Sittensen stimmte dem Verkauf des ehemaligen Volksbankgegäudes zu. Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Die Samtgemeinde Sittensen kann das Grundstück mit dem ehemaligen Volksbankgebäude in der Bahnhofstraße 5 in Sittensen an eine Gruppe von Ärzten verkaufen, die sich dort niederlassen und ein Gesundheitszentrum mit haus- und fachärztlicher Versorgung einrichten möchte. Der Samtgemeinderat fasste jetzt einhellig den entsprechenden Beschluss.

Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller sprach von einer „großartigen Sache“ und einer „großen Chance“, um die ärztliche Versorgung für die Bevölkerung in der Börde Sittensen erheblich verbessern zu können. Seinen Worten zufolge wird nur das Areal verkauft, auf dem das Gebäude steht. Dabei handelt es sich um zwei Flurstücke von zusammen rund 2.800 Quadratmetern Größe. Die übrigen Flächen des insgesamt rund 5.000 Quadratmeter großen Volksbank-Areals bleiben im Besitz der Samtgemeinde. 2015 hat die Samtgemeinde das Grundstück gekauft. Nach den bisherigen Planungen sollte das ehemalige Bankgebäude zu einem Rathaus umgebaut werden. Keller machte ausdrücklich klar, dass es jetzt nicht mehr darum gehe, wer wann was gewollt habe. „Es gab diverse Pläne, nun sollten wir nur noch gucken, was jetzt ist. Nur das zählt und ist wichtig. Verwaltung und Rat haben gemeinsam an einem Strang gezogen und parteiübergreifend sich dafür ausgesprochen. Es haben alle zusammen geschafft und nicht einer allein. Das ist bemerkenswert und darüber freue ich mich besonders. Das zeigt, wenn wir etwas zusammen machen, kann etwas Gutes entstehen.“ Mit zustimmendem Klopfen auf den Tischen untermauerten die Ratsmitglieder seine Worte. Nach Kellers Ausführungen hat die Ärztegruppe im Februar den ersten Kontakt zur Verwaltung aufgenommen und ihr Kaufinteresse bekundet. Danach sei der Rat informiert worden. In einer nichtöffentlichen Zusammenkunft sei dann das Konzept vorgestellt worden. Im März habe der Rat die Verwaltung beauftragt, die Verkaufsverhandlungen aufzunehmen. „Beide Seiten sind dabei anwaltlich begleitet worden“, ließ Keller wissen. Der Samtgemeindeausschuss habe sich in dieser Woche ebenso einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Immobilie verkauft und der entsprechende Vertrag unterzeichnet werden solle.

Zu den Modalitäten ließ er nichts verlauten. „Bei aller Transparenz gilt es, die Interessen zu schützen und Details nicht bekanntzugeben.“ Angestrebt wird unter dem Namen „Gesundheitszentrum Sittensen GmbH“ die Gründung einer Gesellschaft, an der auch die Ärzte beteiligt sind. „Ziel ist es, mindestens zwei Hausarztstellen dort zu schaffen. Denn die ärztliche Versorgung in der Börde ist eines der drängendsten Probleme. Es ist auch unsere zentrale Aufgabe, für die Daseinsvorsorge zu sorgen“, so Keller, der auch darauf hinwies, dass die hausärztliche Situation in der Börde derzeit nicht „so toll“ sei, zumal Praxen zum Teil keine neuen Patienten aufnehmen würden und diese daher Ärzte in den umliegenden Gemeinden aufsuchen müssten.

„Mit dem Verkauf des Volksbankgebäudes an die Ärzte tragen wir zu einer deutlichen Verbesserung bei“, untermauerte er abschließend nochmals.

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