Radfahren in Sittensen: Präventionsrat der Samtgemeinde informiert

Sehen und gesehen werden

Sittensen (r/mey). In Sittensen ereignen sich jährlich etwa 15 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern. Das sind nur solche, die von der Polizei erfasst werden. Tatsächlich dürften es deutlich mehr sein, da nicht alle Unfälle der Polizei gemeldet werden. Der Präventionsrat der Samtgemeinde Sittensen hat sich daher eingehend mit dieser Thematik beschäftigt.

„Viele Unfälle verlaufen zum Glück ohne schwere Folgen. Es gibt aber jährlich etwa zehn Ereignisse, bei denen es zu schweren Verletzungen und sogar zur Todesfolge kommt“, heißt es in einer Pressemeldung. An den meisten Unfällen sind Radfahrer und Kraftfahrzeuge beteiligt. In diesen Fällen hat der Radfahrer die schlechteren Karten, da er weniger geschützt ist. Gerade bei älteren Menschen kommt es durch die Kollision und Stürze oft zu schweren Verletzungen. Der Radfahrer könne aber einiges tun, um Unfälle zu vermeiden, das oberste Gebot ist die ständige Beobachtung des Verkehrsgeschehens in unmittelbarer Nähe. „Man sollte stets mit Fehlern und Unaufmerksamkeiten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen und seine eigene Fahrweise darauf einstellen. Selbstverständlich sollte das eigene Fahrrad technisch in Ordnung sein, insbesondere Bremsen und Licht. Auch das Fahren mit Helm oder Radfahrer-Airbag und heller Kleidung erhöht die Sicherheit“, mahnt der Rat.

Radfahrer müssen sich an die Verkehrsregeln halten, doch immer wieder sehe man sie in Sittensen auf der falschen Seite fahren. „Manche finden es anscheinend abenteuerlich, bei Dunkelheit ohne Licht zu fahren“, teilt der Rat mit. Gerade bei Schülern immer beliebter: Das Handy in der Hand, oft mit Kopfhörern. Selbst bei Eltern, die mit ihren Kindern unterwegs sind, sieht man immer wieder solche Verkehrsverstöße.

Der Präventionsrat weist auf wichtige Verkehrsregeln hin: Radfahrer müssen grundsätzlich den rechten Radweg benutzen, es sei denn, der linke Radweg ist durch Verkehrszeichen freigegeben. Sie müssen bei Dunkelheit und Dämmerung mit Licht fahren, sollten, um rechtzeitig und gut gesehen zu werden, Reflektoren am Fahrrad anbringen, helle Kleidungsstücke tragen und auf gute Beleuchtung am Rad achten. Auch für Radfahrer gelten die normalen Vorfahrtsregeln und Verkehrsampeln. Die Überquerung einer Straße sollte an Ampeln oder Zebrastreifen erfolgen – auch wenn damit ein Umweg verbunden ist. „Wer diese Regeln beachtet, tut nicht nur einiges für seine eigene Sicherheit, sondern erspart sich auch viel Ärger“, so der Präventsionsrat. Denn Radfahren auf der falschen Seite kostet 20 Euro, ohne Licht ebenfalls, Radfahren mit Handy 55 Euro. Außerdem hat ein Regelverstoß auch zivilrechtliche Folgen. Kommt es zu einem Unfall mit einem auf der falschen Seite fahrenden Radfahrer, so bleibt dieser in der Regel auf einem Teil seines Schadens sitzen.

„Das alles – vor allem aber die eigene Sicherheit und Gesundheit – sollten Anlass genug sein, sich an die Verkehrsregeln zu halten“, macht das Gremium deutlich. Es bittet in diesem Zusammenhang auch darum, Gefahrstellen für Radfahrer per E-Mail an praeventionsrat@sg.sittensen.de mitzuteilen.

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