„Klein gegen Groß“: Tomke Schultz gewinnt gegen Jauch

Oldtimer-Duell

Stolz posiert Tomke mit Günther Jauch und Kai Pflaume. Foto: NDR/Thorsten Jander
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Sittensen. Tomke Schultz liebt nicht nur Modellautos, sondern ist auch großer Fan der ARD-Fernsehshow „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell.“ Dabei treten Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren, die über besondere Fähigkeiten und Talente verfügen, in unterschiedlichen Duellen gegen Prominente an. Einmal dort mitzumachen, hat sich der Zehnjährige schon lange gewünscht. Nun ist sein Traum in Erfüllung gegangen. Denn am 2. Januar hat er den bekannten Fernsehmoderator Günther Jauch zum Oldtimer-Duell herausgefordert und gewonnen.

Die Aufgabe, mit verbundenen Augen Klassiker der Automobilgeschichte allein mit den Händen zu ertasten und Hersteller und Modell zu benennen, hat der kleine Autoliebhaber aus Sittensen souverän bewältigt. Ohne Scheu stellte er nicht nur eindrucksvoll sein Wissen unter Beweis, sondern auch, dass er offensichtlich mehr Fingerspitzengefühl besitzt als sein prominenter Gegner. Schon im ersten Durchgang hatte Tomke einen Mercedes-Benz Ponton schnell erkannt. Jauch zog bei einem Alfa Romeo Bertone nach. Das zweite Fahrzeug, ein Citroën DS Pallas, ließ sich für Tomke ebenso zügig zuordnen, während Jauch an einem Trabant scheiterte und damit seine Niederlage besiegelte, denn der Zehnjährige hatte ebenso keine Schwierigkeiten, einen DKW 1000 SP Coupé sowie einen Porsche 928 zu erkennen. Obwohl auch Jauch einen Opel Manta A und einen Jaguar E-Type korrekt benannte, entschied Tomke das Duell mit vier richtigen Antworten am Ende für sich. „Das war richtig cool und hat echt Spaß gemacht“, erinnert sich der Zehnjährige, der von Vater Jochen und Mutter Alexandra begleitet wurde und für seinen Auftritt mit einer neuen Tischtennisplatte belohnt wurde. Alle teilnehmenden Kinder erhalten ein Geschenk, ob sie ihr Duell gewinnen oder nicht. Die Sendung mit Moderator Kai Pflaume zeichnete das Studio Berlin bereits im Oktober auf – unter den seinerzeit geltenden Hygiene- und Abstandsauflagen. „Wir haben uns sehr sicher gefühlt, sonst hätten wir gar nicht mitgemacht“, betonen Tomkes Eltern. Ein großes Lob zollen sie dem gesamten Produktionsteam, das sich um seine jungen Kandidaten sehr aufmerksam und zugewandt gekümmert habe. Auch ein kleiner Kreis aus engen Familienangehörigen durfte auflagenkonform als Zuschauer dabei sein.

Tomke hat sich ein halbes Jahr lang akribisch auf die große Aufgabe vorbereitet und auch die Bewerbung selbst geschrieben. Auf der Homepage der Sendung hatte er die Anmeldemodalitäten recherchiert. „Ich musste nur die Bewerbungsformulare ausfüllen und Fragen über mich, zu meinen Hobbys und meinem Talent beantworten“, erzählt der Grundschüler verschmitzt grinsend. „Mama hat kurz darüber geschaut und dann haben wir die Mail abgeschickt.“ Was die Familie kaum für möglich gehalten hatte, traf schon zehn Tage später ein: Der Sender rief an. Damit nahm ein umfangreiches Auswahlverfahren seinen Lauf. Ein Bewerbungsvideo musste gedreht und eingereicht werden, ein Mitarbeiter, der später auch Tomkes persönlicher Betreuer wurde, begleitete die Familie einen Tag lang. Unter der Vielzahl an Bewerbern absolvierte der Zehnjährige Runde um Runde erfolgreich. Ein besonderes Ereignis war für ihn auch der Dreh seines Einspielers zur Sendung im Automuseum Prototyp in Hamburg. Hielt sich seine Aufregung zunächst noch in Grenzen, stieg sie in dem Moment, als feststand, wer sein Duellgegner sein würde. Fleißig übte er nahezu jeden Tag auf vielfältige Weise. Vater Jochen, selbst bekennender Fan und Besitzer alter Fahrzeuge, stand ihm hilfreich zur Seite. Nicht nur in dessen firmeneigener Halle übte der Zehnjährige an den dortigen Autos, auch bei einem mit der Familie befreundeten Sittenser Unternehmer durfte er an dessen Oldtimern seine Fertigkeiten vertiefen. „Ich habe immer Handschuhe angezogen, damit ich die Autos nicht zerkratze“, berichtet Tomke.

Die charakteristischen Merkmale beim Unterscheiden der Oldtimertypen hat der Grundschüler in einer eigens von ihm erstellten Tabelle festgehalten. „Wichtig ist die Form, ob Limousine, Cabrio, Coupé oder Kleinwagen. Unterschiede gibt’s auch bei der Anzahl der Lampen und Leuchten, beim Kühlergrill, den Zierleisten, Lüftungsschlitzen, Scheibenformen oder bei der Lage und Form der Tankeinfüllstutzen“, erklärt Tomke. Auch seine Klasse hat ihm fest die Daumen gedrückt. „Als ich die Nachricht bekommen habe, dass ich bei der Sendung dabei bin, haben alle geklatscht“, freut er sich. Dabei ist es ihm sehr gut gelungen, im Vorfeld der Sendung geheim zu halten, wie sein Duell ausgegangen ist. „Kein Sterbenswörtchen hat er verraten“, loben ihn seine Eltern.

Die zweitägigen Proben und das Kennenlernen prominenter Personen bleiben ein unvergessliches Erlebnis. Überwältigt ist die Familie von den vielen positiven Reaktionen nach der Ausstrahlung der Sendung. „Ob per Telefon, Mail oder über soziale Netzwerke, wir haben tolle Nachrichten und Glückwünsche bekommen“, freuen sich die Drei. „Tomke bekommt das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Und endlich darf er auch ganz frei darüber reden. Sogar Anfragen nach Autogrammen hat er bekommen“, verrät seine Mutter.

Der Bekanntheitsgrad des Zehnjährigen erfährt jetzt nochmals eine Steigerung. Der NDR dreht im Prototyp-Automuseum in Hamburg mit dem Schauspieler Richy Müller und hat sich bei Jochen Schultz gemeldet, um Tomke ebenfalls zu den Dreharbeiten einzuladen. Der Beitrag läuft voraussichtlich am Montag, 11. Januar, 18.45 Uhr, auf N3 im Rahmen der Sendung „DAS“.

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