Kita Wiesenwichtel: komplette Schließung nach Wasserschaden

Leck am Warmwasserrohr

Alle Räumlichkeiten sind von der Feuchtigkeit betroffen.
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Tiste. Eine schadhafte Stelle an einem Verbindungsstück des Warmwasserrohrsystems auf dem Spielflur der gerade erst neu erbauten Kindertagesstätte Wiesenwichtel in Tiste hat einen beträchtlichen Wasserschaden nach sich gezogen. Das hat eine Leckageortung ergeben. Alle Räume sind betroffen. Erst am 6. April war der Betrieb der Einrichtung gestartet, am 16. April hatte der Hausmeister Wasser im Heizungsraum bemerkt, am 24. April wurde der Kindergarten komplett geschlossen.

Alle Linoleumbodenbeläge der rund 1.280 Quadratmeter großen Nutzfläche mussten aufgenommen werden. Zuvor wurden alle Einrichtungsgegenstände aus- und zwischengelagert, ein Teil ist in der früheren Volksbank in Sittensen untergebracht, in deren Räumen seit Montag, 4. Mai, die Notbetreuung für zwei Gruppen à fünf Kindern fortgeführt wird. Dort sind mit Hilfe des Bauhofes alle notwendigen Vorbereitungen getroffen worden. Die Räumlichkeiten wurden bereits im vergangenen Jahr für eine vorübergehende Betreuung von Kindergartenkindern genutzt. „Die Bauhofmitarbeiter sind sofort mit eingesprungen und haben uns kräftig unterstützt, damit wir den Umzug bewerkstelligen können“, stellt Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller lobend heraus.

Er und Bauamtsleiterin Nina Gall zeigten sich bei einem Ortstermin sichtlich betroffen. „Der Wasserschaden in einem frisch bezogenen Gebäude ist natürlich hochgradig ärgerlich. Wir müssen nun aber das Beste aus der Situation machen. Ziel ist es, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können“, so Keller, der jedoch nicht verhehlt, dass der Zeitumfang der erforderlichen Maßnahmen „eher Monate als Wochen in Anspruch nehmen wird.“

Derzeit kann der Bedarf an Notbetreuung, die derzeit in den Kindergärten wegen der Corona-Pandemie durchgeführt wird, gedeckt werden. Seinen Worten zufolge ist eine Richtlinie zu den Kriterien entworfen worden, die den Anspruch einer Notbetreuung rechtfertigen. Damit ist eine Einheitlichkeit in der Handhabung in den Einrichtungen der Samtgemeinde gewährleistet, wobei die Auslastung in den einzelnen Kitas unterschiedlich ist.

Wenn Feuchtigkeit nach einem Wasserschaden in den Boden gelangt und Estrich sowie die darunterliegende Dämmschicht davon betroffen sind, wird eine Estrichdämmschichttrocknung vorgenommen.

Die feuchte Luft, die sich unter dem Estrich befindet, wird angesaugt. Dazu werden Ausgleichsbohrungen im gesamten Gebäude durchgeführt, um eine Zirkulation unter dem Estrich zu gewährleisten. Die austretende Luft wird durch einen Kondenstrockner entfeuchtet und in Form von trockener Luft wieder in den Raum abgeben. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Feuchtigkeit entfernt ist. Durch die Feuchtigkeit in der Estrichdämmung kann sich nach einer gewissen Zeit Schimmel bilden. Durch das Trocknungsverfahren soll dem entgegengewirkt und eine Ausbreitung von Schimmelsporen verhindert werden. „Wir werden diesbezüglich höchste Vorsicht walten lassen“, versichert Keller. Es handele sich um einen Versicherungsfall, sodass die Samtgemeinde keine Kosten zu tragen hat.

Die Mobilbauten, in denen die Kinder vor Bezug der neuen Kindertagesstätte waren, wurden abgebaut, um weitere Kosten zu vermeiden. Die Arbeiten an den Außenanlagen auf der insgesamt rund 10.000 Quadratmeter großen Fläche (Kita, Außenfläche, Stellplätze, Zuwegung) gehen wie vorgesehen weiter. Rund vier Millionen Euro hat der Bau der neuen Kindertagesstätte gekostet.

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