Kita: Wiedereröffnung am 17. August - Debatte im Ausschuss über Größe

Keine Schadstoffe gefunden

Der Wiedereröffnung der Kita WIesenwichtel steht nichts mehr im Weg. Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Die Kindertagesstätte „Wiesenwichtel“ in Tiste soll ihren Betrieb nach der Schließung in Folge eines großflächigen Wasserschadens am 17. August wieder aufnehmen – sofern es die Corona-Entwicklung erlaubt.

Bauamtsleiterin Nina Gall informierte die Mitglieder des Bauausschusses der Samtgemeinde während der jüngsten Sitzung über den Sachstand. Demnach belegt ein Gutachten, das nach der Trocknung erstellt wurde und in Schriftform vorliegt, dass keine Schadstoffe gefunden wurden. Nach den umfangreichen Trocknungsmaßnahmen haben laut Gall jetzt die Sanierungsarbeiten begonnen.

Fliesenleger und Maler sind am Werk, auch der Bodenbelag wird komplett erneuert. Ihren Worten zufolge werden jetzt auch Küche und Teeküche eingebaut, nach Ende der Sanierung erfolgt eine Grundreinigung und danach der Umzug aus den Räumen der ehemaligen Volksbank in Sittensen, wo die vorübergehende Betreuung der Kinder stattfand, zurück in die Kindertagesstätte.

Die Grundfläche der Einrichtung beträgt rund 1200 Quadratmeter. Ausschussmitglied Uwe Hellmers (Grüne) stieß mit seiner Frage, warum die Tister Kita „so groß“ und damit entsprechend teuer geworden sei, eine kurze Debatte an. Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller machte unmissverständlich klar, dass alle erforderlichen Beschlüsse in den politischen Gremien, die vor seinem Amtsantritt gefasst wurden, einstimmig erfolgt seien. „Die Größe war vom Rat gewollt, danach bemessen sich dann auch die Kosten. Klar ist aber auch, dass wir uns noch so eine Kita für rund vier Millionen Euro nicht leisten können. Bei den kommenden Neubauten müssen wir den festgesetzten Kostenrahmen genau im Blick haben. Teurer als geplant darf es nicht werden“, gab er mit Nachdruck zu verstehen.

Ausschussvorsitzender Heiko Schmeichel (WFB) wollte den unterschwelligen Vorwurf von Hellmers nicht unkommentiert lassen: „Wir haben nicht geprotzt, es ist keine Kindergartenvilla entstanden. Wir haben entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gehandelt und bei der Vorstellung der Entwürfe darüber gesprochen, dass es teuer wird. Die Kita erscheint zunächst auch sehr groß, weil sich alles auf einer Ebene befindet.“

Von einem Fehler wollte der Samtgemeindebürgermeister ebenfalls nicht sprechen. Seinerzeit sei es eben der Wunsch gewesen, die Kita in dieser Form zu bauen. „Hinterfragen können hätte man sicher die Notwendigkeit der riesigen Flure. Die Kinder freuen sich jetzt aber darüber und können sie als Spielflure nutzen“, konstatierte er.

„Wir wissen nun, dass es nächstes Mal kostengünstiger und kleiner werden muss“, brachte es Sozialdemokrat Alfred Flacke schließlich kurz und bündig auf den Punkt. Dem hatte denn auch niemand mehr etwas hinzuzufügen.

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