Kita-Neubau Klein Meckelsen: Diskussion über Mensa im Bauausschuss

Schülerzahlen noch unklar

So soll die neue Kindertagesstätte in Klein Meckelsen einmal aussehen.
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Sittensen (mey). Zum geplanten Kita-Neubau in Klein Meckelsen, der ebenso wie in Sittensen fünfzügig sein wird und auf einem Grundstück bei der Grundschule entstehen soll, entspann sich in der vergangenen Bauausschusssitzung der Samtgemeinde eine kontrovers geführte Debatte über den Bau einer Mensa, die von Schule und Kindergarten genutzt werden soll.

Auch bei dieser Planung sind laut Helmut Fisch vom Bauamt mehrere Entwürfe verworfen worden, bis die finale Version in einer T-Form feststand. Dazu wurden viele Gespräche mit der Kita-Leitung und dem Team geführt. Dieses Gebäude zeigt sich ebenfalls funktional und zweckmäßig, „ohne Ecken und Wechselfassaden.“ Fisch verwies auf die zusätzlich in der Einrichtung geplanten Räumlichkeiten für die Helga-Leinung-Schule der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven, die nach seinen Worten mit Mehrkosten von rund 300.000 Euro verbunden sind. „Wenn wir auch ohne Mensa bauen, schaffen wir es, die Kosten auf knapp drei Millionen Euro zu senken und könnten das Gebäude baugleich wie in Sittensen erstellen. Bislang liegen wir bei Kosten von gut 3,8 Millionen Euro“, so Fisch. Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller erinnerte an die Beschlusslage des Samtgemeinderates, die Räume für eine Nutzung durch die Helga-Leinung-Schule vorsieht. Er schlug vor, Gespräche mit der Leitung zu einer möglichen Kostenbeteiligung zu führen. Zudem sprach er das ausstehende Schulkonzept an, das die Verwaltung mit den Grundschulen Sittensen und Klein Meckelsen zur gleichmäßigen Auslastung beider Schulstandorte erarbeiten soll.

„Es sollen mehr Kinder zur Grundschule Klein Meckelsen. Wir können nicht auf Verdacht eine Mensa bauen, wenn nicht klar ist, um welche Schüleranzahl es sich handelt“, bedeutete Keller und plädierte dafür, die Mensa nachträglich als Anbau an die Schule zu errichten. Zunächst sei es wichtig, konkret durch das neue Schulkonzept die Anzahl der künftigen Schüler zu ermitteln. Ausschussvorsitzender Heiko Schmeichel hält einen Speisesaal grundsätzlich für wichtig, befand aber ebenso: „Auf Verdacht bauen geht nicht.“ Der Schulausschuss müsse zeitnah tagen und ein Konzept auf den Weg bringen.

Keller machte unmissverständlich klar, dass das zu erarbeitende Schulkonzept nicht im Sommer fertig sein könne. „Wenn mehr Schüler nach Klein Meckelsen sollen, bedeutet das, dass Kinder aus anderen Mitgliedsgemeinden, die bislang in Sittensen beschult werden, dorthin gehen sollen. Wir müssen dazu alle Beteiligten mitnehmen, auch und im Besonderen die Eltern. Das Schulkonzept müssen wir ergebnisoffen angehen und danach bei Bedarf eine Mensa bauen, auch wenn’s teurer wird.“ Er brachte die Möglichkeit zur Sprache, eine Mensa in der Schule einzurichten, wenn sich herausstellen sollte, dass doch nicht weitere Schüler nach Klein Meckelsen kommen, zumal dort auch noch ein Ganztagskonzept erstellt werden muss. „Wir sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, auch noch einmal genau den Grundriss der Schule anschauen“, so sein Vorschlag. Diedrich Höyns sprach sich für eine detaillierte Kostengegenüberstellung aus, Christiane Dammann verwies auf die Mehrkosten, die ein separater Bau verursache.

Keller machte deutlich, dass der Kindergartenbau vorangetrieben werden müsse, da die Fertigstellung bereits im Sommer 2022 vorgesehen sei. CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Detjen schloss sich in Sachen Mensa der Meinung des Samtgemeindebürgermeisters an. Was die Räumlichkeiten für die Helga-Leinung-Schule anbelangt, vertritt er eine klare Meinung: „Das Thema Integration hat eine große Bedeutung. Die erfolgreiche Kooperation in der Grundschule muss auch in der Kita weitergeführt werden.“ Auch der Sprecher der SPD-WFB-Grünen Gruppe im Samtgemeinderat, Herbert Osterloh, untermauerte das: „Es kann definitiv keine Planung einer Kita ohne Räume für die Helga-Leinung-Schule geben.“ Hinsichtlich der Mensa sieht auch er noch etliche Unwägbarkeiten und sprach sich dafür aus, das Schulkonzept abzuwarten. Dazu sollten sich zügig alle Beteiligten an einen Tisch setzen. Nach einem lebhaften Meinungsaustausch bestand Einigkeit, dass mit der Lebenshilfe weitergeplant, die Entscheidung für den Bau einer Mensa noch offengehalten wird. Christiane Dammann regte die Erstellung einer „Mini-Machbarkeitsstudie“ und weitere Beratungen in den Fraktionen an. Dem schloss sich das Gremium an. Zur Aufstockung der Grundschule Klein Meckelsen tat sie eine deutliche Auffassung kund: „Wenn Raumkapazität nicht vorhanden ist, müssen Eltern ihre Kinder dorthin bringen und beschulen lassen, wo Platz ist.“

Keller wies darauf hin, dass an der Grundschule Sittensen mit der Herrichtung der zwei Räume oberhalb der Turnhalle der Bedarf an Klassenzimmern gedeckt sei und die Schülerzahlen bewältigt werden könnten. Benötigt würden jedoch weitere Räume für die Ganztagsbetreuung. Laut Helmut Fisch werden die beiden Räume über der Turnhalle mit einer Tür verbunden, für den fehlenden Rettungsweg wird eine Stahltreppe mit einseitigem Geländer und Rampe gebaut.

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