„Kindergarten mit besonderer Qualität“: „Villa Kunterbunt“ zertifiziert

Guter Ort für Kinder

Kita-Leiterin Stefanie Vogel, Bildungsreferent Reinhold Bühne, Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller (vorne von links) mit dem Mitarbeiterteam, das sich zu besonderen Anlässen in einheitlichen Shirts präsentiert und Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Brunkhorst (rechts). Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen ist ein permanenter Prozess und eröffnet neue Perspektiven. Jeder Bereich der Arbeit kann damit effektiv reflektiert und weiterentwickelt werden. Das Mitarbeiterteam der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Sittensen hat sich dem aufwendigen Qualitätsentwicklungsprozess gestellt und zwei Jahre lang an der Qualifizierungsmaßnahme „Q für K“ = Qualität für Kinder und Qualitätsentwicklung für Kindertagesstätten“ des Rotenburger Evangelischen Instituts für Fortbildung (Reif) teilgenommen.

Zwar war die Maßnahme alles in allem schon Ende 2020 abgeschlossen, die offizielle Zertifizierung fand jedoch Corona bedingt erst jetzt statt. Die Freude war trotzdem nicht minder groß, als Leiterin Stefanie Vogel das Zertifikat und ein Schild mit fünf Sternen und der Aufschrift: „Kindergarten mit besonderer Qualität“ von Reinhold Bühne, Bildungsreferent aus Rotenburg, der die Langzeitfortbildung durchgeführt hat, in Empfang nehmen durfte. Anwesend waren auch Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller, Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Brunkhorst, die Qualitätsbeauftragte der Einrichtung, Christina Quellen und das Mitarbeiterteam. Vogel blickte kurz zurück auf den Verlauf der Fortbildung, der geprägt war von den Corona-Beschränkungen. Auch die Verleihung des Zertifikates musste deswegen mehrfach verschoben werden.

„Wir haben viel gelernt, unsere Arbeit immer wieder kritisch hinterfragt und wertvolle Impulse bekommen, die wir nur zum Besten unserer Kinder um- und einsetzen werden“, gab die Kita-Leiterin zu verstehen. Präsente verteilte sie ebenfalls: An Bühne zum Dank für seinen Einsatz, an den Samtgemeindebürgermeister für die Bereitschaft des Einrichtungsträgers, eine solche Maßnahme mit allen Konsequenzen zu ermöglichen.

Nicht zuletzt ging ihr ausdrücklicher, sichtlich bewegter Dank an das Mitarbeiterteam, das noch weiter zusammengewachsen sei: „Ihr seid ein tolles Team, das sich ergänzt, voneinander profitiert und sich gegenseitig unterstützt.“ Jeder Mitarbeiterin wurde im Anschluss ein persönliches Zertifikat für die Teilnahme an der Fortbildung sowie eine Rose übergeben.

Auch Bühne fand lobende Worte: „Sie haben viel Zeit und Einsatz investiert und können stolz auf sich sein. Nicht nur die Kinder haben etwas davon, die Einrichtung profitiert ebenso davon. Auch wenn die Qualität der Arbeit vorher schon gut war, gibt es immer etwas zu verbessern was Alltagsabläufe, Regelungen, Dokumentationen oder die Prozesse im Umgang mit den Kindern angeht. Es macht sich enorm bezahlt, dass hier viele erfahrene Kräfte tätig sind. Zusammen mit den jüngeren Mitarbeiterinnen ergibt das eine gute Mischung.“ Qualitätsentwicklung sei für jede Kita gesetzliche Pflicht. „Die Eltern dürfen ihre Kinder in dieser Kita weiterhin in sehr guten Händen wissen“, bedeutete Bühne.

Und: Nicht zuletzt könne sich der Träger sicher sein, dass gute pädagogische Arbeit geleistet werde. Der Bildungsreferent wies aber auch auf den Aspekt der Nachhaltigkeit hin: „Das erarbeitete Qualitätssicherungskonzept sollte im Interesse der Kinder ständig weiterentwickelt werden.“ Das liegt auch dem Samtgemeindebürgermeister am Herzen: „Für uns als Träger ist es wichtig, dass unsere Einrichtungen alle auf einem vernünftigen Level sind. Das neue Schild dokumentiert es künftig auch nach außen. Qualitätsmanagement werden wir weiterhin fördern.“ Er sprach aber auch Kritik an, die vielfach geäußert werde: „Diese anspruchsvolle Maßnahme ist ein weiterer Beleg, dass der Beruf der Erzieherin und des Erziehers weit mehr ist als Kaffeetrinken und Kuchenessen.“

Keller räumte unumwunden ein, dass es ihm als Vater von Kindergartenkindern zunächst ebenfalls an Verständnis wegen der zusätzlichen Schließtage für solche Maßnahmen gefehlt habe. Jetzt als Samtgemeindebürgermeister könne er die Bedeutung dahinter viel besser verstehen. Die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ ist laut Keller mit 105 Betreuungsplätzen die größte Einrichtung in der Samtgemeinde.

Das Gebäude ist jedoch nicht eben prädestiniert dafür. „Was aus diesem eigentlich ungeeigneten Haus jeden Tag aufs Neue herausgeholt wird, ist fantastisch. Hier herrschen ein guter Geist und Zusammenhalt. Das ist ein wirklich guter Ort für Kinder“, wandte er sich voller Lob an das Mitarbeiterteam.

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