Grundschulen unterschiedlich ausgelastet – neues Verteilungssystem geplant

Gut und gleichwertig

Die Grundschule Klein Meckelsen soll künftig mehr ausgelastet werden.
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Sittensen – Die Grundschulen in der Samtgemeinde Sittensen sind unterschiedlich ausgelastet. Die prognostizierte Entwicklung der Schülerzahlen belegt nun, dass Handlungsbedarf besteht. Denn: Während in Sittensen die Raumknappheit nach der Einschulung von 105 neuen Erstklässlern, die auf fünf Klassen verteilt sind, deutlich zunimmt, verfügt die Schule in Klein Meckelsen, wo nur 35 Kinder in zwei Grundschulklassen und in eine Klasse der Helga-Leinung-Kooperationsschule eingeschult wurden, über freie Kapazitäten.

Wie Ilse Carstens-Rillox, Leiterin der Sittenser Grundschule, dem Schulausschuss während der jüngsten Sitzung mitzuteilen wusste, musste für die neuen ersten Klassen unter anderem ein Betreuungsraum als Klassenraum umfunktioniert werden.

Die Schülerzahlen sind innerhalb eines Schuljahres von 303 auf 339 gestiegen, was sehr viel sei. Das sei auch den vermehrten Zuzügen durch die Neubaugebiete geschuldet. Rund 60 Kinder sind aufgrund ihres sprachlichen Hintergrundes ohne Deutschkenntnisse. „Uns fehlen Lehrerstunden, eine Ausschreibung auf eine Vertretungslehrkraft ist bisher auch ohne Erfolg geblieben“, machte sie deutlich.

Obwohl an der Sittenser Grundschule aufgrund des Personalmangels die Nutzungskriterien der Ganztagsbetreuung umgestellt wurden und diese nur noch von Kindern in Anspruch genommen werden kann, deren Elternteile beide nachweislich durch Arbeitgeberbescheinigung berufstätig sind, nutzen laut Carstens-Rillox statt der sonst 240 Kinder immer noch 180 den Ganztag. 100 bis 120 Essen werden täglich in der Mensa ausgegeben. Die Hausaufgabengruppen umfassen bis zu 30 Kinder, auch dabei fehlt es an Personal. Einzelne Schüler aus dem Klein Meckelser Einzugsgebiet besuchen ebenfalls die Sittenser Grundschule, weil es dort noch keinen Ganztag gibt.

Die Ganztagsbetreuung soll 2024 starten, bis dahin kann auch die Mensa im geplanten Klein Meckelser Kita-Neubau, der im Herbst 2023 fertig sein soll, mit genutzt werden. Der Anbau an der Sittenser Grundschule soll bis zum 31. Juli 2023 fertiggestellt sein. Pro Jahrgang sind in Sittensen dann vier Klassen zu erwarten. Die jetzigen Klassen sind der Schulleiterin zufolge mit 25 bis 26 Schülern sehr groß und hätten eigentlich geteilt werden müssen. Der Teiler liegt bei 26 Kindern. Und: Für 2023 liegen bereits etwa 118 Anmeldungen vor. „Dann wären wir wieder an der Grenze zu vier bis fünf Klassen“, bedeutete Carstens-Rillox. Fünf Klassen pro Jahrgang in einer Grundschule werden vom Land indes nur in Ausnahmefällen genehmigt.

Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller möchte zeitnah eine Diskussion anstoßen, wie ab 2023 ein Verteilungssystem für die beiden Grundschulen gefunden werden kann. Auch die Schülerbeförderung muss dabei durchführbar sein. Zu diesem Thema soll im November eigens eine Schulausschusssitzung einberufen werden. Von der Verwaltung werden dazu konkrete Daten zu den Schülerzahlen pro Dorf der Samtgemeinde zusammengetragen. Zwar steigen auch in Klein Meckelsen die Zahlen, bleiben aber relativ stabil. „Bei den Klassenstärken ist noch Luft nach oben“, verdeutlichte Keller. Künftig wird es demnach so sein, dass Kinder, die eigentlich in Sittensen eingeschult würden, auch nach Klein Meckelsen kommen können. „Wir haben in der Samtgemeinde zwei gleichwertig gute Grundschulen, die wir fördern und erhalten wollen. Eine muss mehr ausgelastet werden, die andere stößt an ihre Grenzen, insofern besteht für das kommende Schuljahr Handlungsbedarf. An beiden Schulen werden die Kinder gleich gut beschult und Bus fahren müssen ohnehin viele Kinder“, gab Keller zu verstehen.

mey

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