Groß Meckelsen baut naturnahes Regenrückhaltebecken

Ökologisch bedeutsam

Bürgermeister Dirk Detjen (von links), Diplom-Ingenieur Björn Merten, Thorsten von Fintel von der bauausführenden Firma und Hendrik Hauschild vom Bauamt der Samtgemeinde freuen sich über die gelungene Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens.
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Groß Meckelsen. Dass sich ökologische Bedeutsamkeit und technischer Zweck nicht ausschließen müssen, beweist das neue, naturnahe Regenrückhaltebecken in Groß Meckelsen. Die Gemeinde hatte bei der Erschließung des neuen Baugebietes die Auflage bekommen, ein Generalentwässerungskonzept umzusetzen. „Eine direkte Einleitung des Oberflächenwassers in die Oste wäre nicht genehmigungsfähig gewesen. Also musste für eine geregelte Ableitung ein Regenrückhaltebecken gebaut werden“, erläutert Bürgermeister Dirk Detjen. Die Suche nach einem geeigneten Standort war zunächst schwierig. An der Grabenfeldstraße wurde man fündig.

Damit eine Regenrückhalteanlage als naturnah zertifiziert werden kann, müssen verschiedene Bedinungen erfüllt sein. „Eine unregelmäßig geschwungene Uferlinie, natürliche Senken, flache Uferböschungen, keine Ansaaten, sondern die Einbindung der vorhandenen Standortgewächse“, erläutert Diplom-Ingenieur Björn Merten von der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) aus Rotenburg. Zudem erspare die naturnahe Gestaltung einige Kosten bei der Unterhaltung der Anlage. Zwei Becken – Vorstufe und Endbecken - gehen ineinander über, Drosselbauwerke sorgen für eine gesteuerte Einleitung des Oberflächenwassers in einen ebenfalls naturnah angelegten Graben.

Da sich das Areal in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, stimmte die Kommune die Umsetzung der Maßnahme eng mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises ab. „Wir haben wirklich sehr konstruktiv und gut zusammengearbeitet“, freut sich Detjen.

Ein Becken innerhalb des Baugebiets anzusiedeln, sah die Gemeinde als nicht sinnvoll an, zumal man durch die naturnahe Gestaltung Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt schaffe. „Quakende Frösche und Insekten könnten dort problematisch sein“, so Detjen, der das Bauvorhaben als „technische Herausforderung“ beschreibt. Dass sich die Frösche auf der Fläche des Regenrückhaltebeckens wohlfühlen, belegt eindrücklich deren munteres Konzert. Überhaupt fügt sich das Gelände harmonisch in die Umgebung ein und kann sich dort nun ganz natürlich weiter entwickeln.

Im Zuge der Baumaßnahme verlegte die Gemeinde laut Hendrik Hauschild vom Bauamt einen 670 Meter langen Regenwasserkanal neu, dessen Rohre teilweise einen Durchmesser von über einem Meter haben, zudem habe man die Straßen umgestaltet.

Teile der Siedlerstraße und der Dorfstraße erneuerte der Bauhof in Pflasterbauweise, die Kreuzungsbereiche sind optisch hervorgehoben. Ende Februar vergangenen Jahres hatten die Arbeiten begonnen, Mitte Mai wurden sie abgeschlossen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf knapp 700.000 Euro. „Wir sind im Kostenrahmen geblieben“, freut sich der Bürgermeister. Bauausführende Firma war das Straßen- und Tiefbauunternehmen von Fintel aus Neuenkirchen. Detjen möchte das erste, tiefere Becken aus Sicherheitsgründen, insbesondere im Hinblick auf mögliche, sich dort aufhaltende Kinder einzäunen. Darüber berät der Rat bein Kürze.

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