Gemeinde: Ausweisung neuer Gebiete für Wohnen und Gewerbe

Entwicklung voranbringen

Die Gemeinde möchte an der Landesstraße gegenüber des bestehenden Gewerbes weitere Flächen ausweisen. Im Bereich Eichenstraße/Waldheim-Osteufer soll eine einzeilige Wohnbebauung entstehen. Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Neue Wohn- und Gewerbegebiete sind derzeit Mangelware in Sittensen. Jetzt tut sich diesbezüglich etwas, denn die Gemeinde war nicht untätig und erwirbt nach „zähen Verhandlungen“ Flächen, um die weitere wohnbauliche und gewerbliche Entwicklung im Bördeort voranzubringen.

Ein reines Wohngebiet soll südlich des Baugebietes Volkersdorfer Straße im Bereich der Stuhmer Straße entstehen. Wie Bürgermeister Diedrich Höyns in der jüngsten Ratssitzung ausführte, stellen die Grundstückseigentümer nach intensiven Gesprächen die Flächen zur Verfügung. Die Gesamtgröße beläuft sich auf 13,4 Hektar. Die Erschließung soll im Laufe der nächsten Jahre in drei Teilabschnitten erfolgen. Im ersten Schritt sollen rund fünf Hektar Bauland ausgewiesen werden. „Ich bin wirklich sehr froh, dass wir damit ein adäquates Angebot an Wohnflächen vorhalten können, da wir ansonsten keine weiteren Baugrundstücke mehr zur Verfügung haben. Darauf haben wir lange gewartet“, sagte Höyns.

Seinen Worten zufolge wird die Ausführung des Vorhabens keinem Träger übergeben, sondern bleibt in der Hand der Gemeinde. Ziel soll es sein, die Grundstücke im ersten Abschnitt schnell verkaufen zu können.

Eike Burfeind (CDU) fragte nach der Möglichkeit, in dem Gebiet sozialen Wohnungsbau zu berücksichtigen. Für Familien und Senioren gäbe es keinen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen. Laut Höyns soll das Thema in das Bauleitverfahren einfließen und in dem Zuge Überlegungen dazu angestellt werden. Der Rat votierte einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplanes, der den Namen „Im kleinen Felde“ trägt.

Die Gemeinde hat noch ein weiteres Areal aufgetan, auf dem nicht nur Wohn-, sondern auch Gewerbeflächen ausgewiesen werden können. Es befindet sich südlich der Lindenstraße, im Bereich Lindenstraße bis zur Eichenstraße und liegt gegenüber dem Gewerbegebiet Westerböhmen. Die gesamte Fläche beträgt circa 17 Hektar und kann von der Gemeinde, ebenso wie im Gebiet Stuhmer Straße, in Teilen erworben werden. Im ersten Zug soll ein Bauabschnitt von rund sieben Hektar Größe entstehen. Der aufzustellende Bebauungsplan soll allerdings den Gesamtbereich umfassen. Höyns verhehlte nicht, dass es schwierig sei, dort eine Bebauung zu schaffen. Neben den Gewerbeflächen ist eine einzeilige Wohnbebauung im Bereich Eichenstraße-Waldheim-Osteufer geplant. Zu deren Schutz soll ein breiter Ausgleichsstreifen angelegt werden. „Es gibt noch viele Fragezeichen, bis wir einen rechtsgültigen Bebauungsplan geschaffen haben. Das ist ein Filetstück in Sittensen und bietet eine große Chance, dass Sittenser Betriebe sich vergrößern und dorthin umsiedeln können oder sich neue dort niederlassen“, verdeutlichte er. Den ersten Planungen zufolge möchte die Gemeinde die Erschließung des Gebietes von der Landesstraße her ermöglichen. So ist derzeit die Einrichtung eines Kreisels im Einfahrtsbereich zum Gewerbegebiet Westerböhmen angedacht. Das Ortsschild soll weiter Richtung Ortsausgang versetzt und die Bauverbotszone von 20 Metern entfallen. Höyns betonte, dass auch die bestehenden Betriebe davon profitieren könnten. Was tatsächlich umsetzbar sein wird, entscheidet sich im Bauleitverfahren. Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich Lindenstraße“ fasste der Gemeinderat einstimmig. Ebenso einmütig beschloss das Gremium, bei der Samtgemeinde für diesen Geltungsbereich die Änderung des Flächennutzungsplanes zu beantragen.

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