Feuerwehr probt Gefahrguteinsatz

Kanister undicht

In Chemikalienschutzanzügen erkundeten die Feuerwehrleute die Unglücksstelle.
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Sittensen (r/mey). Die Freiwillige Feuerwehr Sittensen hat beim Feuerwehrhaus den Ernstfall trainiert. Dazu hatten die stellvertretenden Atemschutzbeauftragten Carsten Dittmer und Torsten Asendorf ein Szenario ausgearbeitet: Ein Stückguttransporter mit Gefahrgut war verunfallt. Passanten hatten bereits Mandelgeruch wahrgenommen – ein Hinweis auf Gas. Der zuerst eintreffende Gruppenführer ließ umgehend die Einsatzstelle weiträumig absperren.

Bei Gefahrguteinsätzen ist es üblich, mindestens 50 Meter Abstand zu halten. Dabei wurde die „GAMS-Regel“ angewendet: Gefahr erkennen, Absperrmaßnahmen treffen, Menschenrettung und Spezialkräfte alarmieren. Menschen waren aber nicht zu Schaden gekommen. Somit entschieden die Einsatzkräfte, gleich mit Chemikalienschutzanzügen die Unglücksstelle zu erkunden. Parallel stellten sie den Brandschutz sicher und bauten einen Dekontaminationsplatz auf. Nach erfolgreicher Erkundung bargen sie den leckgeschlagenen Kanister mit einem Überfass. Anhand der UN-Nummer auf dem Kanister war schnell klar, dass es sich um Cyanwasserstoff (Blausäure) handelte. Die Flüssigkeit ist hochgiftig und kann durch Einatmen und Hautkontakt zu schweren Verletzungen führen.

Ein weiterer Trupp musste Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Es galt, ein Modell aus Lego zu erstellen, was vorher auf einem Bild zu sehen war. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kommunikation. So mussten über Funk die Positionen der Legosteine erfragt werden.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass es eine gelungene Übung war. Da auf der nahe gelegenen A1 jeden Tag Gefahrguttransporter vorbeirollen, sei es enorm wichtig, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, so die Feuerwehr.

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