Ehemaliges Volksbankgebäude: Kaufvertrag ist unterzeichnet

Betrieb startet bald

Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller, Dr. Christian Depken, Sabrina Klose, Mitarbeiterin bei Behrens-Immobilien und Uwe Behrens (von links) freuen sich über den erfolgreichen Vertragsabschluss und den Start des hausärztlichen Betriebes im ersten Quartal 2021. Foto: Heidrun Meyer
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Sittensen (mey). Das ehemalige Volksbankgebäude in der Bahnhofstraße in Sittensen, das die Samtgemeinde vor fünf Jahren erworben hat, hat einen neuen Besitzer. Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller hat kurz vor Weihnachten den Vertrag über den Verkauf des Grundstückes mit dem Gebäude an die Gesellschaft Gesundheitszentrum Sittensen GmbH unterzeichnet. Für die Gesellschaft setzte Geschäftsführer Dr. Christian Depken, Rechtsanwalt aus Hamburg, seine Unterschrift unter den Kaufvertrag.

Im Verwaltungstrakt des Backsteingebäudes soll auf einer Fläche von 600 Quadratmetern ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen. Zunächst ist laut Depken von der Kassenärztlichen Vereinigung ein Arzt-Sitz zugeteilt worden. Im Laufe des ersten Quartals soll der Betrieb mit hausärztlicher Versorgung starten. Der Eingang erfolgt zunächst vom hinteren Bereich des Hauses. Später soll auch der Zugang von vorne, also von der Straßenfront aus, möglich sein.

Derzeit wird in den Räumlichkeiten, die künftig für den ärztlichen Betrieb zur Nutzung kommen, fleißig gewerkelt. „An den statischen Gegebenheiten wurde nichts geändert, die bisherige Bausubstanz kann ebenfalls noch gut genutzt werden“, wusste Immobilienmakler Uwe Behrens zu berichten, der bereits seit etwa zwei Jahren nach Standorten für ein mögliches Ärztehaus gesucht hatte. Potenziell interessierte Mediziner standen bereits zur Verfügung, dadurch kam auch der Kontakt zu einer Hamburger Kaufmannsfamilie zustande, die laut Depken das notwendige Kapital in das Projekt und den Kauf des Gebäudes investierte. Auch die Ärzte können sich an der Gesellschaft beteiligen. Behrens fand in Jörn Keller, der vor einem Jahr das Amt des Samtgemeindebürgermeisters übernommen hat, einen Befürworter in den Bemühungen, die medizinische Versorgung der Börde durch die Neuansiedlung weiterer Ärzte zu verbessern. So kam das Volksbankgebäude in den Fokus, der Samtgemeinderat stimmte dem Verkauf einhellig zu. „Das Objekt passt zu diesem Vorhaben. Es ist für die Börde ein echter Gewinn“, gab Keller zu verstehen.

Weitreichende Planungen für die weitere Entwicklung des Gesundheitszentrums sind denn auch schon konkret vorhanden. Wie Depken wissen ließ, soll ein eigener Laborbereich im Obergeschoss der ehemaligen Empfangshalle eingerichtet werden, des Weiteren ist vorgesehen, dass noch zwei bis drei Arzt-Sitze, auch unterschiedlicher Fachrichtung, dort geschaffen werden. Angedacht ist ebenso die Ansiedlung einer Apotheke. „Langfristig können wir uns auch ein Café, vielleicht auch mit Bäckerei, hier vorstellen“, so Depken. Der Seniorenbeirat wird weiter wie bisher Räumlichkeiten in dem Gebäude nutzen können. Keller möchte sich dafür einsetzen, dass die Bücherei mit in das Gebäude einzieht. Eine Idee, die auch Depken unterstützt: „Platz wäre genug vorhanden.“ Depken sieht die zentrale Lage des Bördeortes direkt an der A1 und mittig liegend zwischen den Elbe-Weser-Metropolen Hamburg und Bremen als geeigneten Standort für ein solches Gesundheitszentrum und deren Mitarbeiter. Der Grundstein ist gelegt, nun kann es an den erfolgreichen Aufbau gehen. Dass es funktioniert, davon ist der Geschäftsführer überzeugt: „Ansonsten hätten wir keinen Investor gefunden.“ Schon für die Renovierungsarbeiten, die mit Zustimmung des Samtgemeindebürgermeisters vor der Vertragsunterzeichnung beginnen durften, habe dieser eine sechsstellige Summe investiert.

Zum Grundstück gehören rund 50 Parkplätze, die angrenzende Grünfläche verbleibt im Besitz der Samtgemeinde.

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