Dorfjugend initiiert Erntedankfeier unter freiem Himmel

Lob für Aktionsgeist

Die Kalber Kids erfreuten die Gäste mit einem fröhlichen Auftritt.
 ©Heidrun Meyer

Kalbe – Dorfgemeinschaft und Zusammenhalt waren die Schlagworte, die sich bei der Erntedankfeier in Kalbe wie ein roter Faden durch die Wortbeiträge zogen. Till Petersen von der Dorfjugend, die das coronabedingt etwas anders gestaltete Erntedankfest auf die Beine gestellt hatte, betonte, dass die jungen Leute „unbedingt“ die Veranstaltung ermöglichen wollten.

„Wir möchten dieses Stück Kultur erhalten und die Tradition fortsetzen, denn das heißt auch Zusammenhalt leben. Die Dorfjugend ist mitten in der Dorfgemeinschaft und möchte aktiv mitgestalten. Wir freuen uns, dass wir viel Zuspruch bekommen und sich viele Bürger und Bürgerinnen angemeldet haben. Das motiviert uns, auch wenn viel Arbeit in die Vorbereitungen geflossen ist“, räumte er ein und verwies auf die Hygienevorgaben, die es zu erfüllen galt. Daher fand das kleine Programm auch unter freiem Himmel beim Dorfgemeinschaftshaus statt. Akribisch wurden beim Einlass die entsprechenden Kontrollmaßnahmen durchgeführt.

Die Kalber Kids erfreuten die Gäste mit Tanzvorführungen, die Kathrin Kaiser mit ihnen einstudiert hatte. Auch die Tanzgruppe der Dorfjugend bewies, dass sie sowohl volkstümliche Darbietungen als auch den modernen Paartanz aufs Parkett bringen kann. Merle und Katharina Brunkhorst sowie Hannes Klindworth hatten einen gut 15-minütigen Sketch inszeniert, der ein ums andere Mal für Lacher sorgte.

Die Mitglieder der Dorfjugend hatten sich gemeinsam tatkräftig um Aufbau, Dekoration, Herrichtung und Einzäunung des Festgeländes gekümmert. Nachdem Till Petersen seine Gedanken zur Bedeutung des Erntedankfestes zum Ausdruck gebracht hatte, machte er abschließend nochmals deutlich, dass Gemeinschaft in allen Lebenslagen nur stark macht, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Bürgermeister Bernd Petersen und Jan Ehlen, der den Erntedank aus Sicht der Landwirte beschrieb, hatten viel Lob für den Aktionsgeist der Dorfjugend übrig. Ehlen verdeutlichte, dass die Landwirte Sinnbild für das Erntefest seien. Sie produzierten Lebensmittel direkt oder als Getreide für Tiere. Grünland werde gepflegt oder als Gras für Tiere genutzt. Er ging aber auch auf die zunehmend erschwerten Auflagen und Anforderungen für die Landwirte ein, während die Preise nahezu gleichblieben. „Wir alle sind Verbraucher. Es kommt auf unser Kaufverhalten im Supermarkt an. Wir sollten mehr auf Regionalität und Qualität setzen und die Geiz-ist-geil-Mentalität hintenanstehen lassen. Und wir sollten mehr miteinander ins Gespräch kommen“, so sein Appell.

Einen Appell richtete auch der Bürgermeister an die Gäste, nämlich den des Aufrufes zur Corona-Impfung. Und er erinnerte daran, dass nicht nur die Landwirtschaft im Fokus stehe, sondern auch der Naturschutz nicht vergessen werden dürfe. „Beides müssen wir ins Benehmen setzen“, so Petersen und verwies in dem Zusammenhang auf die Vereinbarung des niedersächsischen Weges, die Landesregierung, Landvolk, Landwirtschaftskammer, Natur- und Umweltverbände gemeinsam getroffen haben. „Alle Beteiligten müssen das gemeinsam händeln“, bekräftigte er. In geselliger Runde klang der Nachmittag gemütlich aus. mey

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