Bürgerbegehren: Unterschriften noch bis zum 30. Juni

Sammelbox in Märkten

Ingo Hillert mit eine der selbstgestalteten Boxen für Unterschriftenlisten, die ab der kommenden Woche in den Eingangsbereichen von Rewe und Edeka in Sittensen stehen.
 ©Rotenburger Rundschau

Sittensen Ingo Hillert, Andrea Burfeind und Dr. Ralf Egge machen sich für den Erhalt ortsprägender Gebäude am Sittenser Marktplatz stark – „als Grundlage für einen attraktiven und von der Bevölkerung angenommenen Dorfplatz.“ Im Januar haben sie ein Bürgerbegehren beantragt, das noch bis zum 30. Juni läuft.

Wegen der komplizierten Eigentumsverhältnisse, das Rathaus steht in Besitz der Samtgemeinde, die Alte Apotheke gehört der Gemeinde Sittensen, mussten zwei angezeigt werden. Jedes enthält eine Frage und eine Unterschriftenliste.

Mit Unterstützung vieler freiwilliger Helfer sind die Listen und ein Flyer mit Erklärungen an alle Haushalte der Börde Sittensen verteilt worden. Das erste Fazit des Trios fällt durchweg positiv aus: „Der Rücklauf ist in Anbetracht der aktuellen Lage sehr gut. Es läuft besser, als wir tatsächlich erwartet haben“, resümiert Ingo Hillert mit Freude.

Er räumt ein, dass die bisher eingegangene Anzahl noch nicht ausreicht. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen lassen das persönliche Einsammeln der erforderlichen, handschriftlichen Unterschriften nicht zu. Die Initiatoren dürfen weder von Haus zu Haus gehen noch vor den Supermärkten mit Info-Ständen um Unterschriften werben.

Deshalb sind Hillert, Egge und Burfeind jetzt kreativ geworden und haben „Wahlurnen“ gestaltet, die in der ersten Maiwoche in den Eingangsbereichen der Sittenser Supermärkte Edeka und Rewe zu den jeweiligen Öffnungszeiten stehen. Dort können nun zusätzlich Unterschriftenlisten eingesteckt werden. „Wer sich für den Erhalt der Gebäude einsetzen möchte, kann mit seiner Unterschrift dazu beitragen, den ersten Schritt zu unterstützen“, so ihr Appell

Sie sind optimistisch gestimmt, dass sie bis zum 30. Juni genügend Unterschriften für einen Bürgerentscheid sammeln können.

Unter www.pro-apotheke-sittensen.de können weiterhin die Unterschriftenlisten heruntergeladen und ausgedruckt werden. Dort ist sowohl ausführlich das Anliegen der Drei beschrieben als auch das Prozedere des Bürgerbegehrens. Weitreichende Informationen zu den Gebäuden sind ebenfalls zu finden.

Die ausgefüllte Liste kann in einen der Briefkästen der Initiatoren oder sogenannter Ortsvertrauenspersonen geworfen werden. Die Kontaktdaten sind im Download zu den Listen zu finden. Alternativ kann das Formular auch in einen frankierten Briefumschlag gesteckt und auf dem Postweg an einen der Initiatoren geschickt werden.

Für das Bürgerbegehren in der Samtgemeinde sind 924 Unterschriften erforderlich, für das in der Gemeinde etwa 500. Ist innerhalb von sechs Monaten die erforderliche Anzahl an Unterschriften zusammengekommen, muss ein Bürgerentscheid erfolgen, der organisiert ist wie eine Wahl und spätestens drei Monate nach dem Einreichen der Unterschriftenlisten bei Samtgemeinde und Gemeinde durchgeführt werden muss. Dazu bedarf es eines Beschlusses der Räte.

Mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten müssen mit „Ja“ stimmen. „Das ist viel. Deshalb bitten wir alle Bürger der Börde Sittensen um Unterstützung, damit wir gemeinsam die historischen und kulturellen Werte unserer Börde bewahren können“, so Hillert, Burfeind und Egge.

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