„Ata-Girls“ putzen seit 45 Jahren mit großem Engagement die Turnhalle

Mit Feudel und Scheuermittel

Die Wohnster ATA-Girls: hinten: Käthe Chniel, Renate Vagts, Elfriede Hauschild (u2020), Marlies Krause, Gerda Schnackenberg, Gisela Schmidt, Marga Klindworth, Hannelore Meyer (stehend von links), Gisela Hauschild (vorne) beim 100-jährigen Jubiläum des Sportvereins im Jahr 2013 (von links).
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Sittensen (r/mey). Trotz Corona-Pandemie begeht eine kleine Truppe des Wohnster Sportvereins ein besonderes Jubiläum: Seit rund 45 Jahren gibt es die „Ata-Girls.“ Eher aus der Not geboren, wuchs die vereinseigene Putzkolonne über die Jahre zu einer tollen Gruppe zusammen, bei der Zusammenhalt großgeschrieben wird.

Von den damaligen Fußballerinnen der ersten Stunde, Hannelore Meyer und Gisela Hauschild, gegründet, lag der Fokus zunächst nur auf sauberen Umkleiden und Duschen. „Also haben wir selbst die Feudel geschwungen, Frauen eben, und somit das Fahrgeld für unsere Auswärtsspiele erarbeitet,“ so Gisela Hauschild augenzwinkernd. Später kamen weitere Damen aus anderen Sparten hinzu. Hauschild und Meyer putzen auch heute noch aktiv, einige sind seit über 30 Jahren dabei. Natürlich gab es zwischenzeitlich auch Wechsel, wenn auch nur sehr wenige.

„Wir sind eine tolle Clique, in der man nicht nur putzt, sondern viel Freude hat, gute Gespräche führt, immer ein offenes Ohr findet und Zusammenhalt und Unterstützung lebt“, erzählt Marga Klindworth. Zu ihrem Namen kamen die „ATA-Girls“ durch den damaligen Bürgermeister und ersten Vorsitzenden des MTV, Johannes Klindworth. Bei der Einweihung der neuen Turnhalle 1987 gab es Aufführungen der einzelnen Abteilungen, unter anderem den Schrubbertanz der Putzfrauen.

Bei der Ankündigung fiel der Name, in Anlehnung an das damals verwendete Scheuermittel, zum ersten Mal und war somit gesetzt. Zweimal wöchentlich wird nach einem Plan geputzt. „Und zweimal jährlich ganz gründlich“, betont Klindworth. Die Mehrheit der MTV-Mitglieder schätzt das sehr, Verein und Gemeinde entlohnen diese Leistung mit einem Obolus, der ausschließlich für Unternehmungen in der Gruppe verwendet wird. Alle drei bis vier Jahre wurden davon Reisen unternommen. „Unsere erste Fahrt ging 1978 nach London. Damals war es mit 80 DM sehr günstig. Wir hatten eine wunderbare Zeit“, erinnert sich Hauschild. Es folgten weitere Städtetrips, Bus- und Fahrradreisen. Die letzte Fahrt führte die ATA-Girls an den Gardasee. Zum Jubiläum waren im Sommer eine interne Feier und im Herbst eine Fahrt nach Usedom geplant. „Wegen der derzeitigen Umstände wird sich das Ganze leider verschieben, was wir sehr schade finden“, so die Frauen, „aber aufgeschoben ist hoffentlich nicht aufgehoben“.

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