Abendmusik in der Kirche mit „Several Friends“

Telemann im Mittelpunkt

Das Ensemble "Several Friends" mit Lena Zimmer (von links), Anabel Röser und Olga Chumikova gastiert am 20. Oktober in der Sittenser St.-Dionysius-Kirche.
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Sittensen (r/mey). Im Rahmen der Abendmusikreihe in der St.-Dionysius-Kirche in Sittensen steht das Ensemble „Several Friends“ mit Lena Zimmer (Blockflöten und Traversflöte), Anabel Röser (Barockoboe und Blockflöten) und Olga Chumikova (Orgel und Cembalo) am Samstag, 20. Oktober, auf der Bühne. Ab 19 Uhr stellen sie unter dem Titel „Hoch Edler Herr, Hochzuehrender Herr Capellmeister“ Werke des Hamburger Komponisten Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) in den Mittelpunkt.

Umrahmt werden seine Kompositionen von Trio-Sonaten bekannter Wegbegleiter wie Johann Joachim Quantz und Carl Heinrich Graun, aber auch von unbekannteren wie Graf Friedrich Karl von Erbach oder Friedrich Hartmann Graf. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Dass Telemann am Musikgeschehen allgemein interessiert war, zeigen die gut erhaltenen Briefe von bedeutenden Komponisten und Musiktheoretikern seiner Zeit. Mit Johann Joachim Quantz korrespondierte er über Quantz’ Traktat „Versuch einer Anleitung, die Flöte Traversiere zu spielen“. Mit einem anderen berühmten Zeitgenossen, Carl Heinrich Graun, diskutierte er über grundsätzliche Fragen der Musikästhetik, Akkordlehre und vor allem über französische und italienische Rezitative. Mit Graf Friedrich Carl von Erbach verband Telemann nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Art Lehrer-Schüler-Verhältnis. Von Erbach schickte einige Trios nach Hamburg, um sie von Telemann durchsehen zu lassen.

Mit dem Flötisten Friedrich Hartmann Graf leitete Telemann gemeinsam Konzerte in der Hansestadt. Graf wurde neben anderen die Nachfolge Telemanns in Hamburg angeboten, worauf er jedoch zugunsten einer Virtuosenlaufbahn verzichtete. Als Director Musice wirkte Telemann 46 Jahre lang in Hamburg und prägte entscheidend das Musikleben der Hansestadt und übte über seine Werke und Korrespondenzen weit über die Stadtgrenzen hinaus großen Einfluss auf die Musikwelt aus. Der vielgereiste Komponist ließ durch das Aufgreifen von französischen, italienischen, polnischen und deutschen Elementen einen ihm eigenen Stil entstehen – den sogenannten „vermischten Geschmack“. Aber auch die ungewöhnlichen und vielfältigen Besetzungen seiner Werke sowie die Beherrschung dieser Instrumente machen ihn außergewöhnlich, so die Veranstalter. Genau diese Besetzungs- und Instrumentenvielfalt greift das Ensemble „Several Friends“ auf. Entsprechend der Musizierpraxis des 18. Jahrhunderts, bei der es üblich war, dass die Musiker mehrere Instrumente beherrschten, wechselt die Instrumentalbesetzung in jedem Stück des Konzertprogramms, was dieses besonders farbenreich und klanglich spannend macht.

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