Vorstandsteam der Sparkasse Scheeßel legt Jahresbilanz vor

„Mit gesundem Wachstum”

Der Sparkassenvorstand blickt auf ein schwieriges Jahr zurück (von links: Olaf Achtabowski, Jürgen Lange, Klaus Schröder, Thomas Riebesehl) Foto: Ricci
 ©Rotenburger Rundschau

(r/ari). Die Finanzkrise steht nicht mehr so stark im Fokus, die Ersten halten sie für im Kern überwunden. Auswirkungen sind jedoch überall noch spürbar, auch hierzulande und bis auf die Kommunalebene. „Die Niedrigzinspolitik der EZB treibt uns regionalen Instituten Sorgenfalten auf die Stirn“, so Scheeßels Spakassenvorstand Jürgen Lange während der Bilanzvorstellung.

Die Rahmenbedingungen für Bankdienstleister würden schwieriger, sagen Lange und sein Vorstandskollege Olaf Achtabowski. Die grenzenlose Transparenz im Markt, das forsche Auftreten von Nischen- und Allfinanzanbietern sowie regulatorische Vorgaben erschwerten das Wirken in einer Region mit nur etwa 30.000 Einwohnern. „Natürlich rechnen wir Maßnahmen und Investitionen mit spitzem Bleistift“, sagt Lange, der in seinen 13 Dienstjahren in Scheeßel bereits im zehnten Jahr den Vorstandsvorsitz inne hat. „Die Sparkasse Scheeßel baut ihre Marktführerschaft aus.“ Kerngeschäft bleibe das Sammeln von Spareinlagen und die Kreditvergabe. Im Online-Zeitalter kämen jedoch neue Dienstleistungen hinzu. Das Scheeßeler Institut zählt unter den 417 Sparkassen in Deutschland zu den kleinen. Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf 570 Millionen Euro. „Uns liegt daran, mit gesundem Wachstum die Selbstständigkeit der Sparkasse zu untermauern“, erklären die Geschäftsleiter. „Unsere Geschäftsphilosophie ist nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung ausgelegt. Dabei erkennen wir, dass sich Kundenbedürfnisse verändern. Die Vorteile des Online- und Mobile-Banking werden geschätzt.“ Vor diesem Hintergrund erfolgen die Geschäftsstellen-Zusammenlegungen in Hesedorf und Brockel. Auf der Aktivseite der Bilanz weise das Kreditgeschäft wie im Vorjahr ein Volumen von 392 Millionen Euro aus, berichtet Vorstand Klaus Schröder in seiner Funktion als Abteilungsdirektor Marktbereiche. Das Geschäft beruhe vor allem auf Mittelstandsgewerbe und Landwirtschaft. Klare Zuwächse ergab das Leasinggeschäft in Kraftfahrzeugen und gewerblichen Investitionen. Die Nachfrage nach Wohnhaus-Finanzierungen bewege sich auf gutem Niveau. Ungebrochen sei auch die Attraktivität von Bausparverträgen – Kunden schlossen LBS-Vertragssummen von mehr als 16 Millionen Euro ab. Auf der Passivseite der Bilanz verzeichnen die Gesamteinlagen ein Plus von zehn Millionen Euro. Ihr Wert beträgt 397 Millionen Euro. In diesem Bereich wirken niedrige Zinsen sich negativ aus. „Kundenbetreuern macht es wenig Vergnügen, auf diesem Niveau klassische Sparanlagen anzubieten“, so Achtabowski. Dennoch entschieden sich viele Kunden für längerfristige Anlagen. „Im vierten Quartal parkten mehr als 400 Anleger ein Volumen in Höhe von neun Millionen Euro im Festzins-Anlageprodukt.“ Mehr Grund zur Freude hatten Anleger, die auf Aktien vertrauten. „Wer weder in Direktanlagen investieren noch die Volatilität der Märke nicht auf sich wirken lassen mag, entscheidet sich für Investmentfonds“ benennt Lange eine Alternative. Der Wertpapierbestand der Sparkassenkunden belief sich zum Bilanzstichtag auf mehr als 94 Millionen Euro. Im Versicherungssegment zeigt sich der Vorstand mit einer Abschlusssumme von mehr als neun Millionen Euro sehr zufrieden. Stark gefragt waren Rentenversicherungen. Marketingleiter Rainer Bassen erklärte, dass mehr als 54.000 Euro in soziale Projekte flossen. Spenden, Sponsorings und die Belegung von Werbeflächen ergaben nochmals 31.000 Euro für Vereine.

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