Volles Haus bei der Premiere von „De Sauna-Gigolo“ - Von Erich Schulz

Saunageflüster

Die drei Freundinnen Theresa (Heidi Ruschmeyer), Lisbeth (Maria Bellmann) und Ursel (Doris Golücke) ziehen gnadenlos über alle her. Fotos: Erich Schulz
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Fintel. „Schon wieder kommt eine Kanallie und greift ihm lüstern ans Gesäß – kein Wunder, bei der Wespentaille wird jede Klosterfrau nervös“: Mit diesem Text aus „Macho Macho“ beschrieb Reinhard Fendrich 1981 auf humorvolle Weise die Art, wie ein Macho auf Frauen wirken kann. Dieses Lied kommt einem in den Sinn, wenn der Masseur Sandro Kern (Felix Aselmann) bei den Freundinnen Theresa (Heidi Ruschmeyer), Lisbeth (Maria Bellmann) und Ursel (Doris Golücke) in der Wellness-Oase „Eurostrand“ für eine hormonelle Achterbahnfahrt sorgt.

„De Sauna Gigolo“ ist eine etwas frivole, köstliche Komödie von Andreas Wening, ins Plattdeutsche übersetzt von Heino Buerhoop. Hervorragend in Inszenierung und Regie von Peter Rohlfs mit glänzenden Schauspielern der Theatergruppe „De Finteler“ umgesetzt, feierte das Stück am vergangenen Samstag im voll besetzten Saal des Gasthofs Röhrs in Fintel seine Premiere.

Waren sich die drei Damen anfangs noch darüber einig, keinen männlichen Masseur an ihren Körper zu lassen – denn zur Not gäbe es ja auch elektrische Massagegeräte – so änderte sich die Meinung der drei Lästermäuler schlagartig, als der Masseur Sandro auftaucht: Ein Hormonschub und Schockverliebtheit sind die Folgen.

„Er hat einen Hintern wie Apollo, in seinen Hüften schwingt Elan“, singt Fendrich in seinem Lied und genau so bezaubert Sandro mit seiner hochgewachsenen Statur, seinen Muskeln und mit überschwänglichen Komplimenten die drei Damen in Null Komma Nichts.

Darüber ist natürlich die Saunameisterin Rita, gespielt von Christine Aselmann, gehörig sauer – macht ihr doch dieser Schönling ihre weiblichen Massagekunden abspenstig.

Aber auch bei den drei Freundinnen läuft nicht alles glatt. Es entwickeln sich erhebliche Eifersüchteleien um die Gunst von Sandro, und auch die Ehemänner bekommen von dem schamlosen Treiben ihrer Frauen Wind und beschließen, etwas gegen den Sauna-Gigolo zu unternehmen.

Wer Lust und Zeit hat und noch einmal herzlich lachen möchte, sollte sich die letzte Vorstellung am heutigen Mittwoch, 13. März, „Klock acht“ (20 Uhr) auf der Bühne im Gasthof Röhrs nicht entgehen lassen.

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