Theater-AG beim Niedersächsischen Schülertheatertreffen - Von Ann-Christin Beims

Visionen und Märchen

Auch wenn es kleinere Hürden gab, die Sechstklässler sind stolz auf ihre Leistung und dass sie beim Schülertheatertreffen dabei sein konnten. Foto: Ann-Christin Beims
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Scheeßel. Eine aufregende Reise liegt hinter den Schülern der Theater-AG der sechsten Klassen der Eichenschule. Gemeinsam mit ihrer Leiterin Gisela Heyber waren sie eingeladen, mit ihrem Stück „Tintenherz“ am 20. Niedersächsischen Schülertheatertreffen in Osnabrück teilzunehmen. Insgesamt zehn Gruppen aus dem ganzen Bundesland verbrachten eine Woche mit den verschiedenen Formen des Theaters, bildeten sich weiter und präsentierten den anderen, was sie können.

Im Vorfeld reiste eine Fachjury zu den Regionalen Schülertheatertreffen und traf ihre Auswahl. Möglichst vielfältig sollte sie sein, unterschiedliche Altersgruppen und Schulformen umfassen. So waren neben den Eichenschülern die Viertklässler der Grundschule Scheeßel mit ihrem afrikanischen Musical „Tuishi pamoja“ dabei. „Es ist toll, wie die Schüler miteinander umgehen und was für Gespräche am Rande stattfinden“, erklärt Heyber.

Doch die Eichenschüler standen auch vor Problemen. „Wir hatten ein langes, schönes Stück. Aber wir mussten jede Menge kürzen, deswegen wurde manches unverständlich“, erinnert sich Basti Putze. Die Stücke durften maximal 60 Minuten lang sein. Zudem lag ihre Premiere zwei Monate zurück. „Wir haben gar nicht so gut gespielt, aber wir haben trotzdem viele Komplimente bekommen“, zeigt sich Annabell Schmidt kritisch. Doch das schätzt ihre Lehrerin. „Sie werden sehr differenziert in ihren Urteilen“, merkt sie an. Nach einem Stück über Genderfragen kamen die Sechstklässler mit den Darstellern ins Gespräch. „Sie sagten, es sei verstörend gewesen, aber die Schauspieler großartig“, sagt Heyber.

Die Meinungen über das beste Stück sind geteilt: Die Jungen begeisterten sich für die düstere Zukunftsvision „Am achten Tag schuf der Mensch den Menschen“ des Greselius Gymnasiums Bramsche. „Es zeigt die Probleme, die auftreten können“, so Constantin Mehmert. Die Mädchen hingegen sind sich einig, dass ihnen das märchenhafte „Wann, Pan?“ des Gymnasiums im Schloss Wolfenbüttel am besten gefallen hat. „Die haben alles eingebracht: gespielt, gesungen, getanzt und sie hatten ein tolles Bühnenbild“, erzählt Charlotte Hagemeier.

Von- und miteinander lernen stand im Fokus der Theaterwoche. Die Veranstalter hatten dafür auch Workshops für die rund 200 Schüler organisiert. Neben Improvisations-, Karton- und Tanztheater gab es unter anderem Einblicke ins professionelle Schauspieltraining. Auch ein Besuch der Landesgartenschau stand auf dem Programm. „Das ist eine große Bereicherung“, so Heyber. Und die Schüler sind zufrieden. „Wir hatten viel Spaß und in der Woche ist unsere Gruppe noch mehr zusammengewachsen“, sagt Mia Knittler.

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