Stemmer Laienspielgruppe überzeugt mit „Laat de Sau rut“

Einmal die Sau rauslassen

Eine Komödie voller Irrungen und Wirrungen hat die Stemmer Laienspielgruppe mit Erfolg auf die Bühne gebracht. Foto: Erich Schulz
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Stemmen (es). Mit drei komplett ausverkauften Vorstellungen vor einem gut gelaunten Publikum feierte die Stemmer Laienspielgruppe mit dem Stück „Laat de Sau rut“ von Andreas Wening in der plattdeutschen Bearbeitung von Helmut Schmidt im Landgut Stemmen großen Erfolg. Die Spielgruppe um Annestine Hollensen, in deren Kellerräumen seit 1986 fleißig für jedes Frühjahr ein neues Stück auf die Bühne gebracht wird, hatte sich für dieses Jahr ein besonders turbulentes Stück ausgesucht.

Wenn Frauen plötzlich vegetarisch werden und Männer damit so gar nicht einverstanden sind, sind Probleme vorprogrammiert. So auch im Hause Heppner: Denn Hausherr Norbert (Carsten Brase), hält sich ein Schwein namens Anita und verbringt jede freie Minute mit der Sau. Das bringt natürlich seine Frau Karin (Angelika Meyer Lünsmann) so langsam auf die Palme und so beschließt sie, das dicke Schwein schlachten zu lassen.

Ihre Nachbarn und Freunde wissen allerdings nichts von dem Schwein und glauben, Anita sei die heimliche Geliebte von Norbert. Also sind sie so gar nicht begeistert von der Idee, Anita töten zu lassen und versuchen mit allen Mitteln, den vermeintlichen Mord zu verhindern.

Als der Schlachter, den alle für einen bezahlten Killer halten, dann auch noch mit seiner Betäubungspistole Opa Erwin (Werner Harms) und die Nachbarin Lotte (Ulrike Lüdemann Fitschen) ins Land der Träume versetzt und im Stall versteckt, ist das Chaos perfekt. Hier kann nur noch die Psychologin Anita Amaryl (Maike Oetjen) helfen.

Der Opa, mittlerweile aus seiner Narkose erwacht, wundert sich indes, dass Anita Amaryl so gar keine Ähnlichkeit mit einem fetten Schwein hat. Im Gegenteil, sie ist rank und schlank und auch noch schön anzusehen. Sie hingegen diagnostiziert bei Erwin erst einmal erhebliche Wahrnehmungsstörungen und ein Alkoholproblem. Als Erwin ihre Kompetenz anzweifelt und Anita Amaryl ihm erklärt, sie arbeite hoch professionell und natürlich für Geld, ist Erwin vollkommen klar, mit wem er es hier zu tun hat: Sie ist eine Professionelle. Und irgendwie hat er sogar etwas Verständnis für seinen Sohn, auch wenn es so etwas zu seiner Zeit nicht gegeben hat. Auf gar keinen Fall.

Natürlich klären sich die Missverständnisse nach und nach auf und alles findet ein gutes Ende. Die Zuschauer hatten auf jeden Fall einen riesen Spaß und dürfen sich auf die nächste plattdeutsche Vorstellung der Stemmer Spielgruppe freuen.

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