Schulen: Erhalt der Infrastruktur benötigt neue Investitionen

Ausschuss bespricht Kosten

Die Eichenschule erhält im kommenden Jahr einen höheren Betriebskostenzuschuss. Foto: Judith Tausenfreund
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Scheeßel. Der Blick auf den Haushalt fällt vielen Gemeinden momentan etwas schwer, denn durch die Pandemie entstehen viele unklare Situationen, eine wirkliche Planung fällt schwer. Dennoch müssen sich die Gremien beraten, und dies tat kürzlich auch der Schulausschuss in Scheeßel. Besprochen wurden Investitionen, die in den kommenden Jahren bei der Grundschule Scheeßel mit ihrer Außenstelle in Hetzwege, der Beekeschule und der Eichenschule anfallen.

Insgesamt werden im kommenden Jahr 752 Schüler die Schulen der Gemeinde besuchen. Sie werden dabei nicht nur von Lehrern, sondern auch von zwei Sozialarbeiterinnen begleitet. Die Schulsozialarbeit setzt die Gemeinde wie in den Vorjahren an der Grundschule Scheeßel mit der Außenstelle in Hetzwege und der Beekeschule in Zusammenarbeit mit dem Verein „Sofa“ aus Achim fort. „Die Gemeinde stockt die finanziellen Mittel auf, um diese zwei Stellen zu ermöglichen“, erläuterte Stefan Behrens, allgemeiner Stellvertreter der Bürgermeisterin.

Finanzielle Mittel erhalte man zudem über den „Digitalpakt Schule“: Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro bundesweit zur Verfügung. Auch in Scheeßel wird das Projekt umgesetzt. „Wir brauchen allerdings die passende Netzwerkinfrastruktur und WLAN“, so Behrens. Um die Förderung zu beantragen, sei zudem ein schuleigenes Medienbil- dungskonzept notwendig. Gemeinsam mit den Schulträgern Landkreis Rotenburg und den Samtgemeinden/ Städten Bremervörde, Gnarrenburg, Scheeßel, Visselhövede, Bothel, Fintel, Geestequelle, Selsingen, Sittensen, Sottrum, Tarmstedt, Zeven sowie der Rotenburger Werke wurde daher ein Projekt zur Erstellung eines Medienentwicklungsplanes (MEP) initiiert. „Wir hoffen, dass die ersten Ergebnisse schon bald stehen“, so Behrens. Die Fertigstellung ist für Dezember geplant, im kommenden Jahr soll es dann losgehen mit der weiteren Digitalisierung.

Ursprünglich war für die Sitzung geplant gewesen, die eigens eingestellte IT-Fachkraft einzuladen, doch der Experte war kurzfristig erkrankt. „Im ersten Quartal 2021 werden wir wohl erste Ergebnisse vorliegen haben und können diese dann wahrscheinlich im neuen Rathaus präsentieren“, freute sich Behrens.

In der Sitzung wurden dann weitere Investitionen besprochen, diese betreffen verschiedene Bauunterhaltungsmaßnahmen. Die Sanierung des Sporthallendaches an der Beekeschule wird in 2022 mit 1,2 Millionen Euro kalkuliert, allerdings soll über das Sportstättensanierungsprogramm des Landes eine Gesamtfördersumme in Höhe von 480.000 Euro beantragt werden. Nur wenn diese Förderung zustande kommt, will die Gemeinde die Investition tätigen, daher wurde der Posten mit einem Sperrvermerk versehen. Auch einige andere, größere Sanierungsmaßnahmen stehen an, allerdings waren sich die Mitglieder des Ausschusses in allen Punkten einig – es stehe außer Frage, dass die Schulen auch in Zukunft instand gehalten werden müssen. Einstimmig wurde zudem beschlossen, dass der jährliche Betriebskostenzuschuss der Eichenschule in Höhe von 50.000 Euro um 10.000 Euro erhöht wird. „Es gibt keinen Grund, der Schule das Geld zu verweigern“, so Wolfgang Kirchstein (SPD/UGS). Auch Günter Bassen (CDU) betonte, dass man sich dem anschließen könne. Ein weiteres Projekt, welches teuer ist, betrifft den geplanten Umbau des Busbahnhofes am Vareler Weg: Hierfür werden in 2022 etwas mehr als eine Million Euro kalkuliert.

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