Scheeßeler Verwaltung weiterhin knapp besetzt

Noch mal verschoben

In Scheeßel wird viel gebaut, in absehbarer Zeit ist eine Aufstockung im Bereich der Bauleitplanung notwendig. Foto: Judith Tausenfreund
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Scheeßel. Die SPD/UGS-Gruppe brachte den Stein ins Rollen: Der Fachbereich Ordnung und Soziales sollte um eine zusätzliche Kraft ergänzt werden. Denn, so die Begründung der Fraktion, der Fachbereich sei bereits jetzt überproportional belastet. „Im Hinblick auf die zunehmenden Anforderungen an den Fachbereich wäre es geboten, eine Entlastung durch eine zusätzliche Stelle herbeizuführen“, so Johannes Hillebrand (SPD).

Die Politiker hatten eine Liste mit „Produkten“ zusammen gestellt, um ihren Antrag zu untermauern. In der Tat bearbeitet der Fachbereich wesentlich mehr Produkte als andere Bereiche. Bevor es dann aber im Finanzausschuss zur Diskussion rund um den Antrag ging, stellte Verwaltungsmitarbeiter Stefan Behrens jedoch klar, dass die Sache mit den Produkten nicht so einfach sei. „Die Herleitung ist nicht korrekt“, führte er aus, und Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele ergänzte: „Ich habe zum Beispiel gar kein Produkt“ – an dieser Stelle schmunzelten alle, denn arbeitslos ist die Bürgermeisterin auch ohne Produkte sicher nicht. Nichtsdestotrotz hatten die Antragsteller aufgelistet, dass der Bereich viele Aufgaben lösen müsse. Angefangen bei steigender Nachfrage der Kitas, enthielt die Liste Punkte wie Zuwanderung und auch moderne Mobilität. Und auch wenn Behrens nachvollziehbar erklärte, wie die Aufschlüsselung der Tätigkeiten zu verstehen sei, gab er zu, dass es natürlich eine hohe Belastung gäbe.

„Ich gebe jedoch die Empfehlung, den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen: Wir sollten erst eine neue Fachbereichsleitung finden und dann eine zusätzliche Stelle überlegen“, so Behrens, der dann riet, den Antrag zurückzustellen. In der Amtsleitung werde es einen Wechsel geben, dieser solle erst abgeschlossen sein.

Abschließend schnitt er jedoch ein weiteres Thema an, welches im Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung der Verwaltungsmitarbeiter stehe: die Bauleitplanung. „Sie haben sicher schon gemerkt, dass da wirklich alles sehr lange dauert“, fügte Dittmer-Scheele mit Blick auf den Fachbereich Bau und Planung an. Dies liege daran, dass es rund um das Thema Bauen immer komplexere Anforderungen gäbe. Schlussendlich beschlossen die Mitglieder des Finanzausschusses einstimmig, den Antrag auf die Stellenerweiterung im Fachbereich Ordnung und Soziales zunächst einmal zu bis zur nächsten ordnungsgemäßen Sitzung des Ausschusses zu vertagen.

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