Scheeßeler Lions-Club unterstützt Heimatverein

Eine besondere Reise

Der Scheeßeler Heimatverein und die Lions, vertreten durch Thilo Helmschmied (Zweiter von links) freuen sich über die harmonische Zusammenarbeit. Foto: Ann-Christin Beims
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Scheeßel (acb). Was haben eine Reise von Mitgliedern der Scheeßeler Schulmusikanten nach Finnland und eine Küche im neuen Empfangs- und Infogebäude auf dem Meyerhof gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Für beide gab es aber in diesem Jahr zur Realisierung einen Zuschuss von den Scheeßeler Lions. Der Club hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Projekte in der Region zu unterstützen – besonders die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Dazu zählen auch Projekte des Heimatvereins. „Wir sind dankbar für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit“, sagt Vorsitzender Uwe Wahlers. „Ohne diese hätten wir zum Beispiel die Küche so nicht verwirklichen können.“

Und auch die Scheeßeler Schulmusikanten, seit 2015 als eigene Abteilung des Heimatvereins unterwegs, konnten dank der Hilfe der Lions eine zweite Reise in diesem Jahr verwirklichen. Nachdem es im März ins italienische Possagno ging, reisten einige Musiker und ihr Lehrer Freddy Schmidt zu Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Deutschen Einheit nach Finnland, denn dort stand ein ganz besonderer Termin an: ein Auftritt in der deutschen Botschaft in Helsinki. Das bedeutete zwar zwei Auslandsreisen in einem Jahr, aber „zu dieser Einladung konnten wir einfach nicht nein sagen“, erklärt Schmidt. Das sieht Wahlers ähnlich: „Es ist wichtig, junge Leute bei Aktivitäten zu unterstützen, und das ist eine Chance, das vergessen die Jugendlichen nicht.“

Dabei gab es strenge Sicherheitsvorkehrungen, etwas, dass die Musiker bis dato bei keinem Auftritt hatten. „Maximal zehn Musiker durften an dem Festakt teilnehmen“, erzählt Schmidt. Insgesamt 400 geladene Gäste waren vor Ort, darunter der finnische Verteidigungsminister, der russische Militärattaché und hochdekorierte Offiziere aus Deutschland. Was die Schüler und Schmidt besonders gefreut habe, sei die persönliche Begrüßung des Botschafters gewesen, der ihnen beim Auspacken in einer der Gästewohnungen ein Geschenk überreicht hatte.

„Das ist ein tolles Erlebnis, wir freuen uns, wenn wir so etwas finden“, sagt auch Lions-Vorsitzender Tilo Helmschmied, auch wenn der Club manchmal Projekte ablehnen müsse. „Und es kommt nicht oft vor, dass jemand so viel Engagement an den Tag legt.“

Besonders sei im Fall der Musikanten, dass die Kinder von Anfang an eingebunden werden. „Auch wenn sie noch nicht so viel können am Anfang, stehen sie mit auf der Bühne. Sie sind unheimlich stolz und das motiviert, dass sie dabei bleiben“, so Wahlers.

Die Schulmusikanten bedankten sich bei den Lions unter anderem mit einer typisch finnischen Leckerei, die sie ihnen von der Reise mitgebracht hatten und die Schmidt im Namen seiner Schüler überreichte.

Für die Zukunft schwebt Wahlers indes vor, Blaudruckwesten oder ähnliches anzuschaffen, um die Verbundenheit der Musiker mit dem Heimatverein noch weiter nach außen zu tragen. „Wir sind froh, dass wir euch haben, das senkt den Altersdurchschnitt enorm und führt zu Internationalität – obwohl wir das jetzt mit dem Blaudruck als Weltkulturerbe auch erreichen“, sagt Wahlers mit einem Schmunzeln.

In diesem Jahr hat das Team der Blaudrucker die Kinder- und Jugendgruppen der Trachtengruppen ausgestattet, aber als nächstes kommen die Schulmusikanten dran. Für den nächsten Auftritt, denn den wird es geben. „Bei einer solchen Veranstaltung vertritt man nicht nur Scheeßel, sondern auch Deutschland“, so Wahlers – und das scheinen sie vorbildlich gemacht zu haben, denn der Name Scheeßeler Schulmusikanten ist seit der Veranstaltung noch weiter bekannt.

Autor

Ann-Christin Beims Ann-Christin Beims
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