Nils Bassen zu Projekten für die Gemeinde und den Landkreis

Die Region kulturell fördern

Nils Bassen hat noch einige Projekte im Blick, die er bis zu den nächsten Wahlen im Kreistag angehen möchte.
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Scheeßel. Eine Bäckerei direkt an der Bundesstraße. Die Sitzplätze sind bis auf wenige Ausnahmen belegt, Von außen strahlt die Sonne herein und sorgt an der breiten Fensterfront für angenehme Wärme. Nils Bassen sitzt ruhig an einem Tisch in der Ecke des Bistros und informiert sich aus einer Zeitung über lokalpolitische Thematiken. Er ist ruhig, den Trubel um seinen Wechsel zur SPD scheint der 27-jährige gut verkraftet zu haben. Sein Kapitel als Einzelkämpfer im Kreistag sei sehr herausfordernd gewesen, aber auch lehrreich, meint Bassen. Jetzt möchte er gemeinsam mit den Sozialdemokraten neue Projekte im Landkreis angehen.

Welche Projekte das genau sind, möchte der Scheeßeler zu diesem frühen Zeitpunkt nicht sagen, sie lägen aber im Bereich Jugend und Kultur. „Da kommt mir meine angestrebte Laufbahn als Berufsschullehrer sehr entgegen“, meint der Neusozialdemokrat. „So entstehen hoffentlich positive Synergieeffekte zwischen meinem späteren Beruf und meinem politischen Engagement.“ Auch deswegen käme ihm der Ressortwechsel in Finanz- und Schulausschuss sehr gelegen. „Der Schulausschuss ist für mich auch ganz gut, weil ich mich dann direkt schon in mein zukünftiges Berufsfeld einbringen kann“, meint der Kreistagsabgeordnete. Gemeinsam mit der SPD möchte Bassen diesen Bereich auf Kreisebene aber auch lokal in Scheeßel voranbringen. Als Einzelner ohne Fraktion sei es für ihn in den vergangenen Jahren schwierig gewesen, eigene Positionen einzubringen. „Das war viel harte und anstrengende Arbeit, die ich da geleistet habe, ohne dass entsprechend Zählbares dabei herumgekommen ist.“

Deshalb sei er dankbar für die Unterstützung, die ihm vonseiten der anderen Parteimitglieder angeboten werde. Aber auch die Partei könne von ihm profitieren, da ist sich der Scheeßeler sicher. „Immerhin senke ich den Altersschnitt beträchtlich – ich glaube um 4,5 Jahre – und bringe neue Ideen mit ein.“ Als Mitglied der Jusos könne er auch deren Wünsche mit einbringen. „In den nächsten Monaten wollen wir ein paar Projekte anstoßen, die wir uns als Jusos überlegt haben“, erklärt Bassen. Konkrete könne er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Bereits als Abgeordneter der Linken habe er Kontakte zur SPD gehabt, so der Scheeßeler. „Man sitzt zusammen in den Ausschüssen und in den Sitzungen. Es bleibt kaum aus, dass man miteinander ins Gespräch kommt.“ Auch Anträge habe man zum Teil gemeinsam bearbeitet und eingereicht. Dadurch sei es auch viel leichter, die Arbeit in der neuen Partei aufzunehmen. „Im Vergleich zu vorher ist das jetzt eine ganz andere Herangehensweise. Wir können im Vorfeld gemeinsam diskutieren, Strategien und Punkte entwickeln, die wir dann einbringen.“ Einen weiteren Vorteil an den neuen Aufgaben sieht Bassen in der engen Verbindung zu den lokalen Landtagsabgeordneten, so bekomme man auch einen guten Eindruck vom Großen und Ganzen. Auf die nächsten Wahlkämpfe freue er sich besonders, auch weil das Team schon jahrelange Wahlkampferfahrung besitze.

Zur SPD sei er vor allem aus dem Grund gewechselt, weil das sozialpolitische Profil gerade der neuen Führung ihm sehr nahe liege. Auch deswegen wäre ein Wechsel zu den Grünen nicht im selben Maße mit seinen politischen Ansichten vereinbar gewesen. „Rein opportunistisch wäre es natürlich schlau, zum jetzigen Zeitpunkt zu den Grünen zu wechseln. Wenn ich strategisch denken würde, wäre der Wechsel sicher denkbar gewesen. Aber inhaltliche Punkte, die mir wichtig sind, fand ich mehr bei der SPD.“

Der Abgang aus der Linken sei ihm nicht leichtgefallen, so Bassen, und er hoffe und glaube, dass die neuen Strukturen gerade im Raum Scheeßel/Fintel/Sittensen, die mit der Gründung der neuen Ortsgruppe, Vorträgen, Stammtisch und Unternehmungen angelaufen sind, stabil bleiben und sich progressiv entwickeln. Ein Parteiübergreifender beziehungsweise parteiunabhängiger politischer Stammtisch in Scheeßel sei etwas, dass ihn reizen würde. „Diese Art Stammtisch wäre für Scheeßel eine ganz gute Plattform zum Austausch von vielen verschiedenen Meinungen.“

Die Möglichkeit, sein Mandat mitzunehmen, was seine ehemaligen Parteimitglieder negativ aufgenommen hätten, hält Bassen für eine trotz allem stimmige Regelung, um die Abgeordneten unabhängig zu halten. „Das kann zwar immer wieder zu Komplikationen führen, aber ich glaube, dass das politische Rechtssystem, so wie wir es jetzt haben, das Richtige ist.“ Verständlich sei aber, dass die Linke über seinen Weggang enttäuscht sei, so Bassen. Zu eventuellen Anfeindungen vonseiten seiner ehemaligen Parteimitglieder möchte er sich nicht äußern. „Das sind maximal ein paar wenige Einzelfälle, und ich möchte nicht, dass die politische Linke als Ganzes daran Schaden nimmt.“

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