Neue Umwälzpumpen für das Beekebad in Scheeßel - Von Hans-Jörg Werth

„Alles läuft seinen Gang“

Die neuen Wege sind schon fast fertig gepflastert. Foto: Hans-Jörg Werth
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Scheeßel. „Business as usual“ herrscht zurzeit im Scheeßeler Freibad. Schwimmmeister Markus Hils ist mit seiner Kollegin Franziska Dreyer in diesen Tagen in der Saison-Vorbereitung. „Wir arbeiten im Zeitplan,“ so Hils. Das kleine Team werkelt im weitläufigen Außenbereich der Badeanstalt und ist in der praktischen Umsetzung zum Fitmachen von Schwimmbecken, den Rund-um-Freizeitflächen und der Technik gefordert. Ein Stück Normalität in außergewöhnlichen Corona-Zeiten. Ob es bei der klassischen Eröffnung zum 1. Mai bleibt, scheint ungewisser denn je – verlässliche Aussagen sind bei den täglich steigenden Zahlen der Infizierten im Landkreis und bundesweit derzeit nicht zu treffen.

„Wir werden den weiteren Verlauf der Corona-Krise laufend bewerten und schauen, ob und wann wir öffnen können“, heißt es seitens der Gemeinde Scheeßel. Das große Schwimmerbecken ist erst Mitte März trockengelegt worden. Während die Bademeisterin Franziska Dreyer sich mit dem „kärchern“ der Fliesen ans große Reinemachen macht, ist Hils gerade im Gespräch mit dem Monteur für die neuen Umwälzpumpen. „Die werden in Deutschland in der Nähe Bielefelds gefertigt“, erzählt Axel Hübener. Der Geschäftsführer eines Unternehmens für Wassertechnik aus Zeven ist optimistisch. Bei der Installation für das Schwimmbad an der Beeke liege man voll im Zeitplan, Lieferengpässe sind ausgeschlossen.

Auch wenn in Scheeßel alles in ruhigen Bahnen funktioniere, mache er sich als Einzelunternehmer Gedanken, wie die nächsten Wochen wirtschaftlich zu überstehen sind und welche langfristigen Auswirkungen auf alle zukämen, so Hübner. Was nun im Technikraum des Beekebades eingebaut wird, ist ein nachhaltiges Investment der Gemeinde, dass nach Aussage Hübners schnell zu deutlichen Energieeinsparungen führen wird. Bei der Entscheidung des Einbaus wurde auch berücksichtigt, dass derartige Pumpen einmal installiert eine Lebensdauer von 20 bis  25 Jahren und mehr haben, sagt Hils. Aufgrund einer geplatzten Hauptwasserleitung einige Monate zuvor war eine Neuinvestition ohnehin fällig, erklärt der Schwimmbadchef. Nach dem Ratsbeschluss wird nun für die insgesamt drei Pumpen mit etwa 50.000 Euro etwas mehr Geld in die Hand genommen, dass über das besagte energieeffiziente Betreiben aber wieder hereingeholt werden könne, vermuten die Verantwortlichen. Hübner spricht sogar von bis zu 10.000 Euro an erwartbaren Einsparungen bei vergleichbaren Pumpen im Saisongeschäftseinsatz bei anderen Schwimmbädern. Die Umwälzpumpen sind laut Markus Hils im Dauerbetrieb der Freibadanlage unerlässlich und sorgten für die stetige Reinigung und ihrem Namen entsprechend das regelmäßige Umwälzen des Badewassers inklusive der nötigen Chlorzufuhr. Eine Straßen- und Tiefbaufirma aus Westeresch ist indes dabei, zwei Wege im linken Bereich der vorderen Aufenthaltszone der Scheeßel er Freizeitanlage neu zu pflastern. Deren Wege sind in die Jahre gekommen, „einige Pflastersteine ragten mittlerweile hervor, sodass auch aus Sicherheitsgründen etwas getan werden musste“, sagt Hils. Was steht noch an? „Soweit das in dieser Sondersituation möglich ist, wollen wir in den nächsten Tagen auch das Wasser im Nichtschwimmerbecken rauslassen, der Fliesenbelag wird sonst immer grüner“, so Hils weiter. Auch kleinere Aufräum- und Service-Arbeiten in und um das Freibad stünden noch an, alles wird bestmöglich vorbereitet für einen späteren nahtlosen Betrieb. „Noch herrscht keine Langeweile und alles läuft seinen Gang,“ sagen Hils und Dreyer. „Allerdings, was heute noch gültig ist, kann morgen schon durch Covid-19 Vergangenheit sein.“

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