Melanie Hoyer ist neue Erntemeisterin des Schützenvereins

„Stolz in Sothel zu leben“

Die neuen Titelträger des Sotheler Erntefestes. Foto: Klaus-Dieter Plage
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Sothel. Die Freude war Melanie Hoyer ins Gesicht geschrieben, als sie zur neuen Erntemeisterin in Sothel proklamiert wurde. Für die 28-jährige ist es der erste Erntemeistertitel. Erfahrung mit einem anderen Titel konnte sie vor einigen Jahren sammeln. Damals proklamierte der Verein sie zu Damenkönigin.

Erst drei Tage vor dem Erntefest hat sich Melanie Hoyer entschlossen um den Titel des Erntemeisters mitzukämpfen. Seit 18 Jahren ist sie Mitglied im Schützenverein Sothel und eine eifrige Schützin. Ganz stolz ist Hoyer darauf, dass sie in Sothel lebt: „Der Zusammenhalt im Dorf ist einfach einmalig“. Den Titel des Vize-Erntemeisters trägt ab sofort Fred Tietjen. Auch die Kinder haben eine neue Erntemeisterin. Merle Intelmann konnte sich den Titel sichern. Der Pokal der ehemaligen Erntemeister ging an Jens Intelmann.

Neben den Wettkämpfen um die Titel der Erntemeister ging es auch um Preise. Mit dem Kleinkalibergewehr belegte Fred Tietjen den ersten Platz. Auf den weiteren Plätzen folgten Robin Intelmann, Nils-Peter Intelmann und Jens Intelmann. Mit dem Luftgewehr siegte Rudi Neumann vor Wienke Intelmann, Nick Seedorf und Jens Intelmann. Bei den Schülern hatte Hendrik Vajen ein sicheres Auge und eine ruhige Hand. Er belegte mit dem Luftgewehr den ersten Platz. Zweite wurde Alina Miesner und Dritte Merle Intelmann. Zielsicher beim Glücksschießen waren Ria-Sophie Osterfeld, Malte Lübben und Oliver Boldt.

Über die gute Beteiligung beim Erntefest hat sich der Vorstand des Sotheler Schützenvereins gefreut. Ortsvorsteher Günter Bassen fiel positiv auf, dass beim Umzug besonders viele weibliche Vereinsmitglieder anwesend waren. In seiner Erntedankrede brach er eine Lanze für die Landwirte. Bei manchen Menschen sei die Dankbarkeit über eine gute Ernte in Hysterie umgeschlagen. „Womit wollen Bauern uns heute vergiften? Wie viel Leid müssen ihre Tiere noch erdulden? Geradezu grotesk fernab von jeder Sachlichkeit sind diese Vorstellungen und Äußerungen“, meinte der Ortsvorsteher und fügte hinzu: „Würde man diesen Menschen den Spiegel vorhalten und ihnen aufzeigen, welche Belastungen für Natur und Umwelt von ihrem Lebensstil ausgehen – so mancher müsste vor Scham im Boden versinken.“ Auch die große Politik knicke ein, so Bassen. Die Politiker erließen Gesetze, die sachlich nicht vollends begründbar seien. Bassen betonte, dass die eingebrachte Ernte lebensnotwendig sei. Millionen Menschen auf der Welt hungerten und verhungerten. „Sie würden in Tränen ausbrechen, hätten sie nur etwas zu essen. Und wir – wir hadern mit allem und jedem“, meinte Bassen. Weiter sagte er: „Landwirte und Nichtlandwirte, wir brauchen einander. Unsere Gemeinschaft ist zu wertvoll, als dass wir sie am Berg der Ungerechtigkeiten zerschellen lassen sollten“.

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