Lösung für Problembäume

Nicht leichtfertig

An der Bremer Straße drücken die Wurzeln die Bodenplatten hoch.
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Scheeßel (acb). Bäume – sie sorgen in der Gemeinde Scheeßel regelmäßig für Diskussionen und bei den Bürgern meist für Unmut, wenn sie gefällt werden. Dass es manchmal einfach nicht anders geht, soll eine gutachterliche Bewertung diverser Problembäume zeigen, welche den Mitgliedern des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt jüngst vorgelegt worden ist.

„Es ist immer schwer für uns, zu sagen, der Baum muss weichen. Aber wir müssen an ein paar Stellen tätig werden. Wo wir im Zuge der Verkehrssicherungspflicht entfernen mussten, haben wir sofort gehandelt“, erklärte Pedro Müller aus dem Fachbereich Bau und Planung. Vielen Bäumen sehe man nicht an, wenn sie hohl oder gespalten seien oder von Ameisen bevölkert, die darin ihren Bau errichtet haben. In bestimmten Abschnitten hat die Verwaltung auch die Bürger mit einbezogen. Diese hätten größtenteils verständnisvoll reagiert, manche haben appelliert, dafür Ersatzpflanzungen vorzunehmen. „Wir versuchen natürlich, diverse Bäume langfristig zu halten, durch Kronenpflege zum Beispiel“, schob Müller hinterher. Und auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) beteuerte, dass die Verwaltung nicht leichtfertig handeln würde und neue Bäume anpflanzt. „Unsere imposanteste Neuanpflanzung ist die Erweiterung der Streuobstwiese am Langwedel Weg“, erklärte sie.

Auch in der Bremer Straße ist es durch Bäume zu Problemen gekommen, ähnlich sehe es laut Müller in anderen Straßen aus. In der Bremer Straße drückt das Wurzelwerk die Gehwegplatten zwischen den Hausnummern 27 bis 29 hoch – teilweise bis zu vier Zentimeter. Das ist eine Gefahrenstelle für Rollatoren oder Kinder mit Fahrrädern. „Die Bäume wachsen über die damals in der Planung angedachten Möglichkeiten hinaus“, teilte Müller mit. „Wir wollen den Baum nicht fällen, aber wir haben eine Verkehrssicherungspflicht.“ Neu überpflastern möchte die Gemeinde den Gehweg an dieser Stelle nicht, das wäre auch nicht gut für den Baum. Eine Lösung ist, in den Teilabschnitten die Gehwegplatten zu entfernen und eine wassergebundene Wegedecke aus Glensanda einzubauen. „Es ist die schnellste Möglichkeit, den Gegebenheiten gerecht zu werden“, bekräftigte Müller.

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Ann-Christin Beims Ann-Christin Beims
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