Lauenbrücker Rat beweist Gelassenheit in stürmischen Zeiten

Eine Oase der Ruhe

Bislang ist weder der Haushalt der Gemeinde Lauenbrück beschlossen, noch lässt sich sagen, wie sehr die finanzielle Situation der Gemeinde durch die Coronakrise belastet wird.
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Lauenbrück (sl). Der Rat zu Lauenbrück tagte zuletzt unter außergewöhnlichen Umständen. Mit gebührendem Abstand zueinander bemühten sich die Ratsmitglieder, ihren Aufgaben nachzukommen. Der Haushalt stand auf dem Programm, doch schnell wurde klar, dass von Normalität nicht die Rede sein konnte.

Nicht nur bei den Sitzregelungen im Rat musste der Corona-Pandemie Rechnung getragen werden, auch die inhaltlichen und formalen Gesichtspunkte der Sitzung waren durch die Situation auf dem Prüfstand. So herrschte einige Verwirrung über die Möglichkeiten, Sitzungen verschiedener Gremien zu sparen, die sonst im Vorfeld üblichen Fraktionssitzungen konnten beispielsweise nicht abgehalten werden. In Folge dessen wurde der Haushalt ungewöhnlich intensiv diskutiert und im Detail vorgestellt, um Fragen zu ermöglichen. Friedhelm Indorf, Kämmerer der Gemeinde, stand hier Rede und Antwort, erklärte, erläuterte und bemühte sich redlich, Ordnung in die große Menge an Zahlen zu bringen. Die Jahre seit 2012 seien grundsätzlich besser ausgefallen als erwartet. „Zu Beginn des Jahres gab es allen Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken und finanzielle Investitionen zu planen, was sich im Haushaltsplan widerspiegelt“, so Indorf.

Das eigentlich im Rat vorgesehene beschleunigte Verfahren zum Beschluss kritisierten viele Mitglieder deutlich, weshalb es letztlich nicht zum Tragen kam. So blieb es bei der Debatte, ohne dass Beschlüsse gefasst werde konnten. Man wolle sich nicht von der Situation in Panik versetzen lassen und ohne Not voreilige Beschlüsse fassen, so das allgemeine Credo der Versammlung.

Wobei im Rat Einigkeit darüber bestand, dass Beschlüsse in diesen Tagen bestenfalls vorläufigen Charakter haben können, sei doch weitgehend unklar, in welchem Ausmaß die durch die Pandemie nötig gewordenen Schließungen die Finanzen der heimischen Wirtschaft und damit die Steuereinnahmen der Gemeinde beeinflussen werden. „Klar scheint nur, dass es mit dem Aufwärtstrend der letzten Jahre abrupt vorbei sein dürfte“, so Indorf. Die erwarteten Einbußen machten hohe Ausgaben in der nächsten Zukunft wahrscheinlich, die dann alle in einen Nachtragshaushalt eingebracht werden müssen. Klar war am Ende der Ratssitzung lediglich, dass dieser Tage nichts klar ist.

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