Kinderferienaktion im Scheeßeler Rathaus mit Wahl - Von Nina Baucke

Lina im Chefsessel

Einmal Probesitzen auf dem Platz im provisorischen Bürgermeistersbüro im Beeke-Forum, auf dem sonst Käthe Dittmer-Scheele (links) sitzt: Lina Huthmann (Mitte) und Jette Raithel schnuppern einmal Dienstluft. Fotos: Nina Baucke
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Scheeßel. Mehr Mülleimer, mehr Umwelt- und Tierschutz, mehr Tütchen für Hundekot, Schulbildung und ein Trimmdichpfad für alle: Wer vorher immer dachte, dem Nachwuchs sei die Allgemeinheit egal und bei Demos wie „Fridays for Future“ ginge es ihnen nur darum, schulfrei zu haben, ist bei jungen Scheeßelern schief gewickelt. Im Gegenteil, die neun Kinder zwischen neun und zwölf Jahren zeigten bei der jährlichen Kinderferienaktion der Gemeindeverwaltung klare Vorstellungen.

Es ist schon eine kleine Tradition, dass es nicht bei einem Einblick in die Arbeit und die Aufgaben einer Bürgermeisterin und der Verwaltung bleibt, sondern dass die Kinder selbst einen Repräsentanten küren, der im Laufe des folgenden Jahres sogar den ein oder anderen Auftritt hat. Gleich im ersten Wahlgang entschieden sich die Kinder für die elfjährige Scheeßelerin Lina Huthmann. Als Vize-Kinderbürgermeisterin setzte sich in einer Stichwahl die neunjährige Jette Raithel gegen Michelle Schmidt durch.

Als Wahlhelfer zählten der Kinderbürgermeister des Vorjahres, Melvin Kusebauch, und Gudrun Wagner aus dem Sekretariat der Bürgermeisterin die Stimmen aus. Im Vorfeld hatten die weiteren Kandidaten Fynn-Luca Holtz, Nele Huthmann, Tom Liebscher, Tamina Schmidt und Zoé Schwichtenberg sich und ihre Ideen vorgestellt. So vertrat der neunjährige Tom die Meinung, in Scheeßel fehle es noch an ständigen Kinderaktionen, „ein Kletterpark wäre daher toll“. Das sah auch Jette so und hatte auch schon einen potentiellen Standort im Blick: „Der könnte im Wald beim Freibad hin.“ Aber vor allem geht es ihnen um eines: „Weniger Müll in der Umwelt“, wie der neunjährige Fynn-Luca deutlich macht. Und so lautete auch die Frage bei der folgenden „Ratssitzung“, ob Schüler für die „Fridays fot Future“-Demos frei bekommen sollten. „Beides ist wichtig“, befand Kinderbürgermeisterin Lina. „Als Kompromiss alle zwei Wochen zu demonstrieren wäre gut.“

Aber auch Verwaltungschefin Käthe Dittmer-Scheele berichtete im provisorischen Rathaus im Beeke-Forum, während im eigentlichen Ratsgebäude derzeit Sanierungen anstehen, von ihrer Arbeit als Bürgermeisterin, von den Aufgaben, die eine Gemeinde so alle zu erfüllen hat, und wie das alles finanziert wird.

Natürlich hatte Kinderbürgermeisterin Lina zum Ende des Nachmittags außerdem die Möglichkeit, einmal im Chefsessel im provisorischen Büro von Dittmer-Scheele Probe zu sitzen – gespannt auf das, was in den nächsten zwölf Monaten so auf sie zukommt.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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