Hurricane-Festival am Eichenring mit grünem Touch - Von Karolina Haselmeyer

Liebe lag in der Luft...

Im Waschsalon von ZDF-Kultur konnten sich die Hurricane-Besucher individuelle Kleidungsstücke designen Foto: Haselmeyer
 ©Rotenburger Rundschau

Drei Tage Rock’n‘ Roll, drei Tage dem Regen trotzen, drei Tage gute Laune – das ist das Fazit der mehr als 73.000 Musikfans, die auf dem Hurricane-Festival in Scheeßel ihre Lieblingsbands und den Beginn des Sommers feierten.

Vor allem die gute Laune war in diesem Jahr wichtig, denn der Regen erschwerte bereits die Anreise: Der Boden war so aufgeweicht, dass die Parkplätze vorübergehend gesperrt werden und die Besucher in ihren Autos auf den Straßen warten mussten. Nicht Wenige wichen daraufhin auf Parkmöglichkeiten im Kernort aus, nicht selten die Parkverbotsschilder ignorierend. So mancher musste sich deswegen auf lange Märsche zwischen Auto und Zeltplatz einstellen – bei dem ganzen Gepäck keine schöne Sache. Und so mancher überlegte es sich zweimal, ob wirklich alle Klamotten mitgenommen werden müssen, oder ob ein Shirt weniger vielleicht auch ausreicht. Nicht vergessen werden durften indes Gummistiefel, Regencape und Sonnenbrille - die waren auf dem Eichenring ein Must-have. Wer zusätzlich noch Glitzer im Gesicht und Blumen im Haar hatte, hat – zumindest festivalmodetechnisch – alles richtig gemacht. Allerdings: Überall, wo es schlammig ist, sind verschmutzte Klamotten nicht weit. Doch auch wenn die Wechselkleidung im Auto geblieben ist, brauchte niemand in dreckigen Sachen herumlaufen. Denn auf dem Zeltplatz gab es einen Waschsalon, betrieben vom Fernsehsender ZDF-Kultur. Jeder, der wollte, konnte ein gebrauchtes, schmutziges Kleidungsstück abgeben und sich ein fremdes, sauberes, aussuchen. Doch das allein war noch nicht alles: In einem extra eingerichteten Atelier konnten die neuen Shirts individuell bemalt und bedruckt werden. „Hier gibt es nichts von der Stange, jedes Stück ist individuell“, sagte Elke Duckgeischel aus der ZDF-Kultur-Marketingabteilung. Für eine Festivalbesucherin hielt der Waschsalon sogar eine ganz besondere Überraschung parat, verriet Duckgeischel: „Sie bekam einen Heiratsantrag in Form eines selbstgestalteten Shirts.“ Wer dachte, Love and Peace habe es nur bei Woodstock gegeben, der irrt: Auch am Eichenring lagen sie in der Luft. Hippie-Feeling gab es aber nicht nur im Waschsalon, sondern auch an anderer Stelle: Die Naju (Naturschutzjugend) aus Nordrhein-Westfalen war zugegen und verkaufte heimische Blumen an die Festivalbesucher. „Wir möchten Jugendliche auf die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit aufmerksam machen und da bietet sich vor allem das Hurricane als grünes Festival an“, verriet Tamara, die gemeinsam mit sechs anderen Naju-Mitgliedern den Stand betreute. „Wir haben Korn- Ringel- und Schokoladenblumen im Angebot, die die Besucher entlang des Zaunes einpflanzen können“, ergänzte Katharina. „Und wenn die Blumen das diesjährige Festival nicht überstehen, können wir uns auf ein buntes Hurricane 2014 freuen, denn die Pflanzen sind alle mehrjährig und samen aus.“ Um Nachhaltigkeit ging es auch am Stand „Tausch dich satt“, der zum ersten Mal beim Hurricane dabei war. Dort konnten Schokolade gegen Bier und Dosenravioli gegen Äpfel getauscht werden. „Wer etwas hat, das er nicht mag, kann es gegen etwas anderes tauschen und wer zu viele Lebensmittel eingekauft und sie nicht wieder mit zurücknehmen möchte, kann sie hier ebenfalls abgeben“, erklärte Monika. „Das ist besser, als wenn das Essen weggeschmissen und verschwendet wird.“ Initiiert wurde die Aktion vom Veranstalter FKP Scorpio, der erklärt: „Jedes Jahr aufs Neue bleiben wahnsinnig viele Lebensmittel auf dem Festival liegen und enden im Abfall! Wir finden: Das darf nicht sein, Essen ist kein Müll“. Alle eingeschweißten Lebensmittel werden deswegen im Anschluss an das Festival der Scheeßeler Tafel gespendet.

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