Grundschule Scheeßel veranstaltet Waldjugenspiele

Wissen mit Spaß

Robert Peters erzählte Wissenswertes über den Steinadler. Foto: Klaus-Dieter Plage
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Scheeßel (age). Viel zu entdecken gab es für die Schüler der Grundschule Scheeßel bei den Waldjugendspielen im Jeersdorfer Holz. Bereits zum zwölften Mal veranstaltete die Grundschule die beliebten Wissens- und Spaßspiele. Mit viel Begeisterung nahmen die rund 100 Drittklässler an der Aktion in der Natur teil.

Ziel war es, das Verständnis für die Natur und den Wald zu wecken. An 14 Stationen stellten die Grundschüler ihre Geschicklichkeit oder ihr Wissen in kleinen Gruppen unter Beweis. Dabei lernten sie auch noch einiges dazu.

So erfuhren sie von Robert Peters einiges über den Steinadler. Der Falkner hatte dazu Lara mitgebracht. Der imposante Vogel war zwei Jahre alt und etwas scheu. Steinadler kommen in der Natur in Süddeutschland vor. „Wichtig ist die Zuneigung zu dem Tier und das Vertrauensverhältnis. Wiederum sollte es nicht zu vertraut sein, dann verliert der Steinadler den Respekt vor den Menschen“, erklärte Peters. Das beeindruckende Tier werde auch bei der Rehjagd eingesetzt und in der Mongolei werden die Steinadler auch für die Jagd auf Wölfe abgerichtet.

Kleiner war der zweite gefiederte Gefährte von Bernard Roeingh-Wegner. Er ist ebenfalls Falkner und brachte Irelle mit, einen lebenden Wüstenbussard. Der Bussard lebt in freier Wildbahn in einem Familienverbund von fünf bis acht Tieren in Amerika. Gemeinsam gehen sie auch auf die Jagd. „Deshalb nennt man sie die Wölfe der Lüfte“, berichtete der Falkner.

Wie man sich richtig verhält, wenn man einen Wolf begegnet, erfuhren die Schüler von Roland Pätow. „Auf keinen Fall darf man wegrennen. Sonst denkt der Wolf, man ist eine Beute“, erklärte der Jagdpächter und betonte, dass der Wolf ein gefährliches Raubtier ist. „Aber wenn man sich richtig verhält, ist er auch ungefährlich. Man sollte sich bemerkbar machen. Entweder klappert man mit einem Schlüsselbund, klatscht in die Hände oder macht sich mit einer Jacke groß “, erklärte Pätow. Für den Wolf sind das fremde Geräusche und er geht weg. 2001 ist das erste Wolfspärchen aus Polen nach Deutschland gekommen. In den vergangenen 17 Jahren haben sich die Tiere vermehrt. Mittlerweile leben etwa 500 Wölfe in Deutschland. „Wenn wir so weitermachen wie bisher und den Wolf nur schonen, dann geht das nicht gut. Man kann hochrechnen, wie viele Wölfe in zehn Jahren dann in Deutschland leben“, meinte der Jäger. Im Bereich von Scheeßel und Ostervesede lebt mittlerweile auch ein Wolfsrudel mit fünf Wölfen.

Aber auch der Spaß kam bei den Waldjugendspielen nicht zu kurz. So mussten die Kinder unter anderem Holz sägen, trinken wie ein Tier oder sie übten sich im Tannenzapfenweitwurf. Am Ende der Rundreise durch den Wald gab es keinen Sieger, stattdessen ging es darum, den Schülern das Ökosystem Wald zu vermitteln. Unterstützung erhielten die Lehrer bei der Veranstaltung durch die Eltern, den Hegering Scheeßel, den Nabu und Revierförster Rainer Schild. Zur Belohnung erhielt jedes Kind eine kleine Rotbuche, die der Lions Club Scheeßel gespendet hatte.

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