Gewerbeverein bringt Scheeßel-Taler in Umlauf

Glänzende Gutscheine

Mit dem ebenfalls erhältlichen Samtsäckchen ist der Scheeßel-Taler ein Geschenk für alle, die die lokale Wirtschaft unterstützen möchten.
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Scheeßel (uh). Da staunte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele nicht schlecht, als ihr GVS-Vorstand Karsten Lüdemann vor einigen Tagen eines der ersten Exemplare des Scheeßel-Talers überreichte. Denn den zieren nicht nur die sechs Eichenblätter aus dem Wappen des Beekeortes, sondern auf der Rückseite auch der „Firmensitz“ der Rathauschefin: das Rathaus, so wie es nach dem Umbau aussieht. „Wir haben uns das Motiv durch die ausführende Firma grafisch individualisieren lassen“, so Lüdemann. Dazu waren eigens die Zeichnungen des mit der Planung beauftragten Architekten Axel Zimmermann zurate gezogen worden. Der allgemeine Stellvertreter der Bürgermeisterin, Stefan Behrens, zeigte sich begeistert über die Auswahl des ersten Motivs, das den etwas anderen Einkaufsgutschein ziert: „Das zeigt uns, dass sowohl die Relevanz dieses repräsentativen Gebäudes von Außenstehenden anerkannt wird als auch unsere Bemühungen, die Infrastruktur und Rahmenbedingungen für einen lebenswerten Ort zu schaffen, an dem man sich gern aufhält.“

Umgekehrt weiß auch die Gemeindeverwaltung den frischen Wind im GVS zu schätzen: Mit insgesamt 3000 Euro hat sie die jüngsten Marketing-Maßnahmen der Scheeßeler Gewerbetreibenden unterstützt, darunter neben den geschmückten Tannenbäumen eben auch die Einführung des Scheeßel-Talers. Dittmer-Scheele gefällt, dass die Ermunterung, das Geld im Ort zu lassen, auf Dauer angelegt ist. „Zudem ist auch ein tolles Sammlerobjekt und ein wertiges Geschenk, das sich fast jeder auch leisten kann“, so das Lob der Bürgermeisterin. Damit spricht sie Lüdemann und seinen Mitstreitern aus der Seele, geht es doch nicht nur darum, mit dem Geschenkgutschein, der schon bei rund 30 Geschäften und anderen Dienstleistern, vom Optiker über das Fitnessstudio bis zum Fotografen eingelöst werden kann, die Kaufkraft im Ort zu bündeln, sondern auch darum, die Begehrlichkeiten von Sammlern zu wecken. Die Auflage, die nur ein Jahr lang von allen mit einem Aufkleber markierten Ausgabestellen verkauft wird, ist auf 1500 Stück limitiert, „nachgedruckt wird nicht“, informiert Lüdemann.

Eingelöst werden können die Taler bis 2024. Jedes Jahr soll ein Taler mit neuem Motiv auf den Markt kommen, dessen Produktion sich durch Sponsoren tragen soll. Denkbar seien typische Wahrzeichen des Ortes wie Gebäude oder ein Beekscheeper-Paar, aber auch mit dem Hurricane-Veranstalter FKP Scorpio habe man bereits Kontakt aufgenommen. So könnte irgendwann auch ein ebenfalls jährlich wechselndes Wappentier des Mammut-Musikfestivals den Taler zieren. Dass das erste Motiv das Rathaus ist, kommt nicht von ungefähr: „Natürlich hatten wir dabei auch die Finanzierung im Hinterkopf, und zur Fertigstellung dieses den Ortskern prägenden Gebäudes passt es das einfach total gut“ so Lüdemann. In die Verlegenheit fehlender Gastgeschenke wird die Rathauschefin bei den nächsten internationalen Besuchern jedenfalls nicht mehr kommen, und auch unter dem Tannenbaum könnte der ein oder andere Taler landen. Ein Blaudrucksäckchen vom Meyerhof als Geschenkverpackung ist wohl ab Februar gegen Aufpreis erhältlich.

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