Gemeinde Scheeßel bezieht Stellung zur Baumfällung

Keine leichte Entscheidung

Rotenburger Rundschau
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Scheeßel (r/jl). Um gegen die geplanten Baumfällungen am Fuhrenkamp vorzugehen, möchte die Initiative „Scheeßel für den Planeten“ am Samstag, 1. Februar, Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln. „Der Ausbau ist nicht notwendig, die bestehenden Ampelanlagen gewährleisten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in jeder Hinsicht“, erklärte Wolfgang Schumacher, Mitglied der Gruppe in diesem Zusammenhang. Dem widerspricht Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.

Tatsache sei, dass der Ausbau des Knotenpunktes zwingend notwendig ist, so Dittmer-Scheele in einer Pressemitteilung. „Zur Zeit warten 120 Bauinteressenten darauf, dass die Gemeinde 19 erschlossene Grundstücke mit der festgesetzten Lärmschutzwand versieht und vergibt“, schreibt die Verwaltungschefin. „Außerdem ist ein weiteres kleineres Baugebiet am Fuhrenkamp in Planung. Beides kann es ohne den Ausbau des Knotenpunktes nicht geben.“ Die Anbindung der zahlreichen Gebiete müsse daher für alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer, motorisierter Verkehr – neu geregelt werden.

„Richtig ist, dass die Verkehrsuntersuchung feststellt, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, den Knotenpunkt auszubauen: Entweder mit einem Kreisel, der dann aber für Fußgänger und Radfahrer nicht vorfahrtsberechtigt ist, wie der Kreisel bei der Feuerwehr, oder mit einer vollständigen Ampelanlage, die für alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer, Motorräder, Autos, Lastwagen – gilt. Für die Ampelanlage ist es zwingend, Abbiegespuren zu bauen“, konstatiert die Bürgermeisterin weiter. Hierfür aber sei mehr Raum notwendig, und somit müssten die Bäume gefällt werden. Die zuständigen Behörden – Gemeinde, Landkreis und Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – sähen keine Möglichkeit, rechtskonform zu anderen Ausbauvarianten oder Lösungen zu kommen. Als Beispiele für solche Alternativen führte Dittmer-Scheele unter anderem ein Kreisel mit Beibehaltung der vorhandenen Bedarfsampel, Kreisel wie beim Beekezentrum mit Tempolimit 50 oder neue Ampelanlage ohne Abbiegespuren an. Alle diese Vorschläge gingen leider mit den gegebenen Richtlinien und Gesetzen nicht konform, so die Bürgermeisterin.

„Der Rat hat sich die Entscheidung zwischen den beiden Möglichkeiten nicht leicht gemacht. Die Ratsfraktionen der CDU, SPD/UGS und Gruppe 57 und ich als Bürgermeisterin haben sich schweren Herzens für die Variante der neuen Ampelanlage mit Abbiegespuren entschieden“, so Dittmer-Scheele.

Mehrere Tatsachen seien hier bedeutend, meint Scheeßels Bürgermeisterin. Zum einen lägen am Vareler Weg drei große Schulen mit insgesamt 1.663 Schülern, zum Anderen sei im Baugebiet am Fuhrenkamp inzwischen eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen eingerichtet und in den neuen Baugebieten würden eine große Anzahl von Menschen leben, der Verkehr habe dort bereits zugenommen. „Notwendige Baumfällungen muss die Gemeinde in diesem Fall durch die nahezu dreifache Anzahl von Ersatzpflanzungen ausgleichen. Das kann auch ortsnah geschehen“, so die Bürgermeisterin. Zu Guter Letzt habe es vor Jahren gegen einen geplanten Ausbau als Kreisverkehrsplatz Widerstände aus dem Baugebiet Fuhrenkamp gegeben, weil die Kreuzung für Fußgänger und Radfahrer nicht sicher erschien.

Die Ergenisse der Verkehrsuntersuchung liegen in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht aus.

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